/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Eine lang gehegter Plan
Josef und die Hungersnot in Ägypten - Horst Kretschi über 1. Mose 41,56
Als nun im ganzen Lande Hungersnot war, tat Josef alle Kornhäuser auf und verkaufte den Ägyptern; denn der Hunger ward je länger, je größer im Lande.
Immer wieder gibt es auf der Welt Hungersnöte. Die Gründe dafür sind oft Trockenheit und in Folge Missernten. Oder Überschwemmungen, die die Ernte wegspülen. Und ohne Getreide lässt sich nun mal kein Brot backen, das Grundnahrungsmittel weltweit.
Auch schon vor mehreren tausend Jahren waren Hungersnöte bekannt. Eine, die in der Bibel sehr prominent beschrieben wird, ereignet sich vor rund 3500 Jahren in Ägypten und dem Nahen Osten. Doch dank göttlicher Vorsehung gibt es einen jungen Mann, der die Not abwenden kann, weil er in den guten Jahren die Kornkammern Ägyptens gefüllt hat. In der Bibel ist dazu zu lesen „Als nun im ganzen Lande Hungersnot war, tat Josef alle Kornhäuser auf und verkaufte den Ägyptern; denn der Hunger ward je länger, je größer im Lande.“ (1. Mose 41,56)
Josef war einer der zwölf Söhne Jakobs, einem der Erzväter des Volkes Israel. Gott hat Josef dazu auserkoren, genau zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle zu sein und so nicht nur die Ägypter, sondern auch seine Familie und damit das zukünftige Volk Israel zu retten. Dabei hat es zu Beginn ganz anders ausgesehen. Josef hat sich wegen seiner Art bei seinen Brüdern so unbeliebt gemacht, dass sie ihn an Sklavenhändler verkauft haben, die ihn nach Ägypten bringen. Jahre später erweist sich das als glückliche Fügung.
Oder so gesagt: Gottes Pläne sind in allen Dingen vollkommen, auch, wenn das bedeuten kann, dass Menschen ungewöhnliche Lebenswege haben. Und nicht immer ist der Sinn zunächst ersichtlich. Denn auch Josef ahnt nicht, warum er als Sklave nach Ägypten verkauft wurde. Erst in der Rückschau erschließt sich so manches. Was für Josef galt, gilt auch noch heute.
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