/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Jede Gabe zählt
Ellen Hörder-Knop über 1. Petrus 4,10
Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes:
Vor vielen Jahren habe ich eine Patchworkdecke gestrickt. Dafür habe ich viele kleine Quadrate angefertigt und jedes war anders: rot, blau, grün, gemustert, gestreift – ein richtig bunter Mix aus Farben und Mustern. Am Ende habe ich alle Teile zu einer großen, warmen Decke zusammengefügt.
Diese Decke erinnert mich an die Gaben, die Gott uns Menschen, seinen Lieblingsgeschöpfen, schenkt. So wie jedes Quadrat einzigartig und verschieden ist, so sind auch die Gaben, die Gott uns anvertraut, vielfältig und ein Ausdruck seiner unermesslichen Kreativität.
Die wahre Schönheit der Gaben entfaltet sich jedoch erst, wenn sie zusammenwirken – wenn wir unsere Talente und Fähigkeiten füreinander einsetzen.
Der Apostel Petrus hat das mal so ausgedrückt:
„Dient einander – ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat – als gute Haushalter der vielfältigen Gnade Gottes.“
Das steht im 1. Petrusbrief, Kapitel 4, Vers 10.
Jede Gabe ist einzigartig, so wie jedes Quadrat in einer Patchworkdecke. Es ist nicht wichtig, wie groß oder auffällig meine Gabe ist – was zählt ist, dass ich sie einbringe. Erst im Zusammenspiel all unsrer Gaben entsteht etwas Großes – ein Kunstwerk, das Gottes Liebe und Gnade in der Welt sichtbar macht.
Auch Ihre Gabe – selbst, wenn sie Ihnen klein erscheint – ist ein unverzichtbares Stück in Gottes Patchworkdecke. Sie trägt dazu bei, ein Gewebe zu schaffen, das einander unterstützt, ermutigt, und Zuversicht schenkt. Die Welt braucht diese Decke. Die Welt braucht Ihr Quadrat genauso wie mein eigenes. Welche Gabe möchten Sie einbringen?
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Manchmal kommen wir uns nutzlos vor.
Doch Gott hat uns Talente und Fähigkeiten geschenkt und eben diese sollten wir einsetzen. Auch wenn alles daneben geht, kann … mehrich meinem Nächsten immer noch eine Freude machen. "Die Predigt hat mir nichts gebracht", höre ich immer wieder. Ich sage dann stets: "Die Freude am Herrn ist meine Stärke!" (Nehemia 8,10) Umgekehrt soll Gott auch Freude an uns haben! Setzen wir also unsere (gottgegebenen) Talente ein!