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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Hiob, der Jemen und die Ukraine

Oliver Jeske über Hiob 10,12.

Leben und Wohltat hast du an mir getan, und deine Obhut hat meinen Odem bewahrt.

Hiob 10,12

Weit mehr als 370.000 Menschen hat der Krieg im Jemen getötet. Auch in der Ukraine sind bereits viel zu viele Menschen gestorben wegen der Machtfantasien einiger Regierender.

Wenn Gott doch jeden Menschen individuell, wunderbar und wertvoll gemacht hat … warum lässt er das zu?

Genau diese Frage richtet Hiob in der Bibel an Gott. Hiob ist von schlimmster Krankheit und weiteren Schicksalsschlägen gezeichnet. In dieser Situation ruft er zu Gott:

„Leben und Gnade hast du mir geschenkt, in deiner Obhut war mein Geist.“ (Hiob 10,12 NeÜ)

Das ist kein Dank an Gott, sondern in diesen Worten schwingt Verzweiflung mit: Wenn du mich (und auch alle anderen Menschen) so wunderbar geschaffen hast, warum zerstörst du alles wieder?

Das Buch Hiob gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. Doch es bezeugt: Auch wenn Chaos und Zerstörung toben: Gott hat nicht die Kontrolle über alles verloren. Er zieht sich vor dem Leid nicht angewidert zurück. Im Gegenteil: Er behält das letzte Wort und kann auch verzweifeltste Situationen wieder wenden.

Mit Hiob kann ich sagen: Gott, ich verstehe dich oft nicht. Ja, für meinen Geschmack manchmal viel zu oft. Aber ich vertraue dir trotzdem, weil du absolut vertrauenswürdig bist.

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Kommentare (1)

Martin R. /

Die Figur und das Leben Hiob's ist ein gewinnbringende Hinweis, Danke!