/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Geschafft!
Gedanken von Annegret Schneider über den Bibeltext Johannes 19,28-30.
Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihm den an den Mund. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.*
Eine schwere Last fällt von der Schulter; eine komplizierte Aufgabe ist gelöst oder eine dringende Tätigkeit abgeschlossen, eine Prüfung bestanden. Ist das nicht ein Grund zum Jubeln? Wobei sich ein erleichtertes „Geschafft!“ in der Regel auf ein zeitlich begrenztes Ereignis bezieht und meistens schon sehr bald von anderen zu erledigenden Dingen abgelöst wird.
Aber einer hat es wirklich GESCHAFFT, und zwar einmalig und endgültig. Niemand Geringeres als Jesus Christus.
Kurz vor seinem Sterben sagt er: „Es ist vollbracht“, nachzulesen im Johannes-Evangelium, Kapitel 19, Vers 30. Hier geht etwas zu Ende und etwas ganz Neues kann beginnen. Die Sünde der Welt ist gesühnt, der Zugang zu Gott ist frei. Nicht nur ein vorübergehendes „Geschafft“, sondern ein für immer gültiges „Es ist vollbracht“. Der Plan Gottes ist erfüllt: Gott hat einen Weg für die gefallene Menschheit geschaffen, auf dem alle, die es wollen, Vergebung und Frieden finden können.
Auch jetzt in diesem Augenblick. Es braucht lediglich ein Gebet, ein vertrauensvolles Gespräch mit dem auferstandenen Jesus Christus oder mit Gott, dem Vater. Der freut sich über jeden Menschen, der zu ihm kommt. Das geht ganz einfach – mit eigenen Worten oder auch mit vorformulierten, wenn man selbst gerade nicht so recht weiß, wie oder was man sagen soll. Mit dem Vater unser beispielsweise. Laut oder leise, egal, wo man gerade ist und um welche Uhrzeit. Da gibt es keine besonderen Sprechzeiten und auch kein „wir nehmen keine neuen Leute mehr an“. Jesus Christus hat den direkten Zugang zu Gott möglich gemacht – durch sein Sterben und sein Auferstehen.
© Ruth Schneider / ERF
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