/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Geheimnis: Fokus
Gedanken von Tobias Schier über die Bibelstelle Nehemia 6,4.
Sie sandten aber viermal zu mir auf diese Weise, und ich antwortete ihnen auf die gleiche Weise.
Geheimnis: Fokus.
Es gibt Aufgaben, die liegen wie ein Berg vor mir, groß und unübersichtlich. So ein Berg kann einschüchternd wirken, lähmend. Wie soll ich das alles nur erfolgreich erledigen? Am Ende fange ich gar nicht erst an und schiebe diesen großen, schweren Berg Tag für Tag vor mir her…
Hier kann ich vom Propheten Nehemia aus dem Alten Testament lernen. Er war im babylonischen Exil und bekam die Aufgabe, nach Jerusalem zu reisen. Dort sollte er die zerstörte Stadtmauer wieder aufbauen. Ein Mann, um eine ganze Stadtmauer aufzubauen? Ziemlich große Aufgabe. Aber Nehemia schaffte es in nur 52 Tagen mit der Hilfe von zahlreichen Männern, einer guten Strategie und: Fokus.
Im Kapitel 6 lese ich davon, dass eine Gruppe von Menschen ihn unbedingt an einem Ort fern von Jerusalem treffen wollte. Sie wollten ihn von der Arbeit an der Mauer abziehen. Dabei ließen sie auch nicht locker, kamen immer wieder. In Vers 4 lese ich Nehemias eindeutige und wiederkehrende Antwort auf diese Einladung: „Ich habe ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen. Das Werk würde liegen bleiben, wenn ich davon abließe und zu euch hinabkäme.“
Das nenne ich fokussiertes Arbeiten. Nehemia hat diese Mammutaufgabe in nur 52 Tagen geschafft, auch, weil er sich nicht ablenken ließ.
Was lenkt mich heute ab, diese „eine Sache“ zu erledigen? Messengerdienste, Notifications, Anrufe und eine schier endlose To-Do-Liste… mir fehlt der Fokus. Nehemia zeigt mir, wie das gehen kann: „Nein“ zu allem anderen sagen, dass meine Aufmerksamkeit haben will.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Das ist alles sehr bedenkenswert und sicher für viele Situationen hilfreich. Man kann sich aber mit zu starkem Fokussieren auch im Wege stehen. Zum Einen gibt es ja trotz einer immens wichtigen … mehrAufgabe auch noch so etwas wie Alltag. Zum anderen sind manche Aufgaben auch so schwer und belastend (egal ob physisch oder psychisch), daß man sie sicher leichter bewältigen kann, wenn man zwischendurch Dinge tut, wo die Belastung auf einer anderen Ebene liegt.