/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Fußballstadion oder Beerdigung
Gedanken von Horst Kretschi zu Römer 12,15
Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.
„Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!“ Ein gern gehörter Satz auf Partys, Geburtstagsfeiern und sonstigen fröhlichen Anlässen. „Wir machen gerade eine schwere Zeit durch!“ Ein Satz eines Freundes. Ich freue mich mit auf der Geburtstagsfeier, der Hochzeit, dem Jubiläum. Ich höre zu, weine mit, versuche zu trösten, wenn jemand gestorben ist, wenn jemand leidet an Krankheit oder an dieser Welt mit all ihren Ungerechtigkeiten.
Ich mache das, was der Apostel Paulus in seinem Brief an die christliche Gemeinde in Rom so formuliert hat: „Freut euch mit den Fröhlichen! Weint aber auch mit den Trauernden!“ (Römer 12,15)
Glauben ist keine lebensferne Sache. Auch, wenn manche das meinen, und auch wenn es Christen gibt, die ihren Glauben so leben. Der christliche Glauben gehört mitten ins Leben, und zwar ins normale Leben. Nicht in eine Art Spezialleben, das getrennt vom Rest der Welt geführt wird. In einer Blase abgeschottet von der Realität dieser Welt. Aus welchen Gründen auch immer. Das war nie das, was Jesus selbst gelebt oder weitergegeben hat.
Alles gehört zusammen! Gott ist der Gott in Allem; im Leben und im Sterben, in der Freude und im Leid, beim Fußballspiel und im Gottesdienst, bei der Geburtstagsparty oder bei der Beerdigung. Und so soll ich bei allen sein, die sich freuen oder Trost benötigen.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Ja, lieber Horst Kretschi, wir sind Sonderlinge in der Welt, wir sind Fremdkörper, wenn wir zu Jesus gehören. Denn wir sind zwar in der Welt, doch nicht von der Welt. (Johannes 17,9.14) Darum … mehrtrachten wir zuerst nach Gottes Reich, nach dem, was „droben“ und damit zukünftig ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. (Matthäus 6,33; Kolosser 3,2) Wir stellen uns nicht dieser argen Welt gleich, sondern lassen uns durch den Geist Gottes erneuern in Geist und Sinn. (Römer 12,2) Weil wir nun den Heiligen Geist der Wahrheit haben, den die Welt nicht empfangen kann (Johannes 14,17), werden wir von den Menschen, die Jesus nicht kennen, auch nicht verstanden. So einfach ist das, wenn wir unser Leben mit Jesus leben. Wir sind Fremdlinge in der Welt, wir sind Sonderlinge in den Augen der Menschen. Und genau das sollte uns überhaupt nicht bekümmern, weil es der Normalfall eines Christen ist. Schon die Propheten im Alten Bund waren solche Sonderlinge, die niemand verstanden hat, die gemieden wurden und oft abgesondert lebten. Auch Johannes der Täufer steht genau in dieser Linie. Als Christen sollen wir Acht haben auf das prophetische Wort, das als Licht in der Dunkelheit (dieser Welt) leuchtet, damit es als der helle Morgenstern in unseren Herzen aufgeht und leuchtet. (2. Petrus 1,19)