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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

"Fallt mit Danken, fallt mit Loben."

Gedanken von Ute Heuser-Ludwig zum Bibeltext Psalm 116, 12.

Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut?

Psalm 116, 12.

In einer kurzen Geschichte erzählt die Autorin Susanne Niemeyer, wie sie in den Advent stolpert. Sie ist überrascht, dass er schon da ist. Sie fühlt sich unvorbereitet. Der Advent bleibt gelassen und beruhigt sie: Du musst für mich nichts vorbereiten. Ich bereite dich vor. Er nimmt sie an die Hand und führt sie in eine andere Zeit.

Ich finde diese Vorstellung wunderbar entlastend, dass mir der Advent widerfährt. Er geschieht an mir, in mir, mit mir. Ich muss nichts herstellen, nichts eilig besorgen und fertig machen, damit der Advent da ist und Gott zu mir kommt. Ich bereite dich vor, sagt Gott. Allerdings frage ich mich wie der Beter aus Psalm 116: "Wie soll ich dem HERRN danken für all das Gute, das er mir getan hat?" (Vers 12).

Die Antworten im Psalm übernehme ich auch für mich: dankbar und treu sein, an Gott festhalten, ihn loben. Dazu habe ich Gelegenheit, wenn ich in unserer Kirche in wenigen Wochen ein weiteres Mal bei Bach großer Weihnachtsmusik dabei bin und in den Chor mit einstimme und singe: "Fallt mit Danken, fallt mit Loben vor des Höchsten Gnadenthron (...)". Spätestens dann hat mich der Advent an den richtigen Platz geführt. Zur Freude darüber, dass Gott nicht erst kommt, sondern schon längst da ist. 

 

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Kommentare (1)

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Sabine /

Hallo Frau Heuser-Ludwig, ich lese heute erst Ihren Anstoß und bin froh darüber, denn er tut mir sehr gut!!!!!
Vielen Dank.