/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Dürres Land
Gedanken von Claudia Mertens zum Bibeltext Hosea 4,3.
Darum wird die Erde dürre stehen, und alle ihre Bewohner werden dahinwelken; auch die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer werden weggerafft.
Ich liebe den Frühling. Wenn alles nicht mehr matschig, grau oder kalt ist, die Tage länger werden und es nicht gleich so heiß wird, dann finde ich es einfach schön.
Allerdings wohnt dieser Freude bereits ein wenig der Respekt vor dem Sommer inne, denn die vergangenen Jahre waren mir entschieden zu heiß.
Das Klima verändert sich.
Nun kann man sich diesen Vorgang auch ohne Gott erklären. Wir Menschen haben durch Raubbau und Egoismus die Erde an den Rand der Kipppunkte gebracht, also die Punkte, die laut Wissenschaft nicht langfristig überschritten werden dürfen. Aber woher kommt diese kurze Sicht, die so oft bei mir stehen bleibt?
Vor über 2.500 Jahren hat Gott durch den Propheten Hosea ausrichten lassen:
Darum wird die Erde dürre stehen, und alle ihre Bewohner werden dahinwelken; auch die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer werden weggerafft. (Hosea 4,3)
In der Umgebung dieser Verse, davor und danach betrachtet: auch da ist schon vom menschlichen Egoismus die Rede. Egoismus, der andere knechtet, ausnutzt und die Schöpfung zerstört, anstatt sie zu bewahren. Aber in diesem Zusammenhang werden vor allem die gewarnt, die es besser wissen müssten: all die Priester, die damals dem Volk Gottes vorstanden und es anleiten sollten, nach Gottes Willen zu leben.
Es gibt also einen Zusammenhang zwischen dem, was sich auf dieser Erde abspielt – und der Ehrfurcht vor Gott; dem Glauben, dass es ihn überhaupt gibt. Diese Ehrfurcht vor Gott spiegelt sich dann im Umgang mit anderen Menschen und der Schöpfung. Eine andere Reihenfolge gibt es nicht.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Schade, dass selbst oft Christen diesen Zusammenhang nicht erkennen (wollen?) Und akzeptieren.