/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Der (An)ruf
Gedanken von Sonja Kilian zum Bibeltext 1. Mose 26,2
Da erschien ihm der HERR und sprach: Zieh nicht hinab nach Ägypten, sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage.
Vor rund 25 Jahren habe ich mich bei ERF Medien in Wetzlar beworben - obwohl ich eine richtig gute Arbeitsstelle im Südschwarzwald hatte. Irgendwie spürte ich: Etwas Neues ist dran.
Nach einem längeren Bewerbungsprozess bekam ich tatsächlich die Stelle. Doch dann kamen Zweifel: Sollte ich wirklich meine Sicherheit und die schöne Gegend aufgeben? Kurzerhand sagte ich ab.
Am darauffolgenden Sonntag predigte der Pfarrer meiner Gemeinde über Abraham und dessen Umzug und Neuanfang. Sein Fazit: „Manchmal braucht es Mut, um auf Gottes Wegweisung zu hören.“ Seine Worte trafen mich. Noch auf der Kirchenbank fing ich an zu beten: „Gott, wenn du möchtest, dass ich etwas Neues wage, dann will ich es tun. Falls jemand vom ERF sich noch einmal bei mir meldet, sage ich zu.“
Am Montag rief mich mein möglicher neuer Chef tatsächlich an und fragte, ob ich meine Meinung geändert hätte. Ich wusste: Jetzt muss ich gehen! Diese Entscheidung habe ich nie bereut. Nie war ich glücklicher als in dem Moment, in dem ich wusste: Ich bin am richtigen Ort. Dort, wo Gott mich haben will.
Ich bin längst nicht die erste, die so etwas erlebt hat. Wenn ich die Bibel aufschlage, dann entdecke ich schon im 1. Buch Mose: Auch Isaak, Abrahams Sohn, musste sich entscheiden. Gott machte ihm deutlich, wohin er gehen und wohin er nicht gehen sollte. Isaak hörte darauf. Und Gott versprach ihm: „Ich werde dir immer beistehen und dich segnen“. Gottes Zusage gilt auch heute noch. Wer sich an Gott orientiert, kann auf seine Begleitung vertrauen. In der Bibel finden wir Vorbilder und Hinweise darauf, wie das gelingt. Ich kann es aus eigener Erfahrung empfehlen!
© Ruth Schneider / ERF
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