/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Wie ein guter Duft
Gedanken von Bernd Kortmann über den Bibeltext 2.Korinther 2,14.
Gott aber sei gedankt, der uns allezeit im Triumph mitführt in Christus und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!
Kleines Experiment: Schließen Sie kurz die Augen. Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einer Blumenwiese. Oder am Tisch, auf dem gerade Kaffee dampft. Oder in einer Küche, wo etwas Gutes auf dem Herd steht. Vielleicht auch einfach der Duft eines Menschen, den Sie lieben – sein Parfum, sein Shampoo.
Düfte lösen etwas in uns aus. Fast automatisch. Beispielsweise: Positiv, warm, vertraut.
Paulus, einer der bekanntesten Personen des Neuen Testaments, nimmt genau dieses Bild und macht etwas Erstaunliches daraus:
„Ich danke Gott, der uns, die wir zu Christus gehören, immer in seinem Triumphzug mitführt. Wo immer wir hinkommen, setzt er uns ein, um anderen vom Herrn zu erzählen, die gute Botschaft zu verbreiten – wie ein wohlriechender Duft."
Wir sollen Duft sein. Nicht Lärm, nicht Schlagzeile, nicht Argument. Duft. Etwas, das zieht, ohne zu drängen. Das Menschen nicht erst überzeugen muss – sondern das einfach da ist und wirkt.
Paulus schreibt das an eine Gemeinde in einer Großstadt, mitten in einer lauten, bunten Welt. Und sein Gedanke ist: Der Sieg von Jesus Christus – über Tod, über Verdammnis – ist nicht laut. Er verbreitet sich wie ein Aroma. Von Leben zu Leben.
Ich mag guten Kaffee. Ich koche gerne. Aber was ich noch lieber verbreite: diese Botschaft. Als wohlriechender Duft.
Was verströmen Sie gerade – wenn andere an Ihnen vorbeigehen?
Ihr Kommentar
Kommentare (2)
Was für ein wundervolles Wort in 2. Korinther 2,14:
Heute erfüllte es mein Herz mit Leichtigkeit und Hoffnung. Wie liebevoll und befreiend!
"Gott aber sei Dank"
Ihm sei Dank - doch wofür?
"der … mehruns allezeit in Christus im Triumphzug mitführt"
Spannend, Er tut es. Und noch mehr Zusage, noch mehr tut ER.
"und durch uns an jedem Ort den Duft seiner Erkenntnis offenbart." Das ist wahrlich ein guter Grund um dankend innezuhalten.
Wie oft war ich versucht, den Duft des Messias nachzuahmen und zu verbreiten, ohne zu erkennen, dass dabei häufig nur mein eigener Duft andere erreicht. Gut gemeint - und doch ungewollt vernebelnd, blendend und wirkungslos.
Eine Rose verströmt den Duft, den ihr Schöpfer in sie hineingelegt hat - und sie tut es zu seiner Zeit. Niemals versucht sie, den Duft des Lavendels nachzuahmen, ganz gleich, wie oft der Gärtner sie darum bitten mag. So etwas versuchen wohl nur wir Menschen.
Was für eine entlastende Zusage: Er schenkt uns seinen Wohlgeruch und lässt ihn durch uns verströmen - wann und wo er ihn einsetzen will.
Das sind mir wohltuende Gedanken, mit denen ich in den Tag starte. Danke, Herr Kortmann.