/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Bauprojekt
Ellen Hörder-Knop über Römer 14,19.
Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.
Der Slogan eines Bauunternehmens in unserer Nachbarschaft lautet: „Wir bauen für`s Leben gern!“ Dieser Werbespruch signalisiert Leidenschaft: Hier werden Kraft, Zeit und Ideen eingesetzt, um dem Firmenprofil gerecht zu werden und den Kunden zufriedenzustellen.
Eine vergleichbare Einstellung empfiehlt der Apostel Paulus vor 2000 Jahren den Christen in Rom. Dort geht es ihm zwar nicht darum, Häuser zu bauen, sondern die christliche Gemeinde aufzubauen. Sein Slogan für ein gelingendes Unternehmen und ein gutes Miteinander findet sich im Römerbrief, Kapitel 14,9. Er lautet: „Wir wollen uns einsetzen für das, was dem Frieden und der gegenseitigen Erbauung dient.“
Frieden ist kein abgeschlossenes Bauprojekt. Er bricht zusammen, wenn nicht ständig daran gearbeitet wird. Frieden braucht Kraft und Zeit, ein engagiertes und zielgerichtetes Handeln.
Dann kann das überwunden werden, was mit Streit und Zwietracht verbunden ist – in meinen Alltagsbeziehungen, in der Ehe, mit den Kindern, der Arbeitskollegin, dem Nachbarn. Manchmal bahnt sich die Zwietracht leise und langsam an, manchmal bricht sie wie ein Vulkan aus. Ein falsches Wort, und der Friede ist fort. Friedliches Miteinander beginnt schon da, wo ich darauf achte, was ich sage.
Martin Luther empfiehlt: „Wir sollen unsern Nächsten entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren.“ Deshalb will ich mich gerne für Worte entscheiden, die mein Gegenüber aufbauen, aufrichten und ermutigen. Und wo es nötig ist: leidenschaftlich Hand anlegen, damit Friede gelingen kann. Dazu sind meiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Das stimmt und haben Recht. Danke für dich. So wahr mir Gott helfe. Amen