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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Jesus war wohl kein Sunnyboy

Bernd Kortmann zu Jesaja 53,2

Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.

Jesaja 53,2

Als kleiner Junge und später Jugendlicher habe ich mir meine Traumfrau immer so vorgestellt, wie es in manchen Werbungen, Fernsehzeitschriften oder irgendwelchen Plakaten zur Schau gestellt wurde. Diese war meistens blond, hatte einen athletischen Körperbau mit gewissen Rundungen und wurde als Ideal abgedruckt.

Warum damals so viel Wert auf blonde Haare gelegt wurde, weiß ich nicht. Aber ich war dadurch vor allem auf die Haare und die äußere Figur getrimmt. Allerdings hat sich das im Lauf der Zeit Gott sei Dank geändert. Das lag wohl auch daran, dass ich im erwachsenen Alter lernen konnte, dass ich einen eigenen Geschmack habe und nicht das nehmen muss, was einem vorgesetzt und als richtig verkauft wird.

Die Idealvorstellung von Menschen oder von bestimmten Menschen tragen sich auch im Laufe der Geschichte immer weiter. Da gibt es Serien und Sendungen mit Bildern oder Darstellungen von Jesus Christus. Er wird teilweise dargestellt wie einer, dem alle aufgrund seines Aussehens hinterherlaufen oder den sie anhimmeln.

Im Buch des Propheten Jesaja wird über das Erscheinungsbild des von Gott versprochenen Retters aber anders gesprochen. Dort stehen viele prophetische Worte über ihn, die zum Nachdenken anregen. Unter anderem steht in Jesaja Kap 53 Vers 2 folgendes:

Er wuchs vor ihm auf wie ein Spross; er entsprang wie eine Wurzel aus trockenem, unfruchtbarem Land. Sein Äußeres war weder schön noch majestätisch, er hatte nichts Gewinnendes, das uns gefallen hätte. 
Das gesamte Kapitel 53 enthält prophetische Aussagen über die Zeit, in der der Messias –  auf griechisch: der Christus –  auf die Erde kommt. Jesaja erhält Bilder von Gott, die sich viele hundert Jahre später in der Person von Jesus, dem Sohn der Maria, dem Zimmermann aus Nazareth erfüllen.

Ich finde es sehr bemerkenswert, dass Gott seinen eigenen Sohn nicht als Schönling beschreibt. Er setzt keinen Idealwert an, den er als Sohn des Allerhöchsten erfüllen kann und wird. Nein, Jesus wird nicht zum äußeren Traummann. Sondern zum Retter, der am Ende sogar seinen eigenen Körper schlagen und schinden lässt, damit ich schuldlos vor Gott stehen kann.

Es gibt da jemanden, der hat Ihr und mein Äußeres geschaffen und sehnt sich nach einem Platz in Ihrem und meinem Inneren: Jesus Christus. Das Äußere ist nicht unwichtig, aber entscheidend sind die inneren Werte.

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