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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Unsichtbar

Markus Baum zu 2. Korinther 4,18.

uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

2. Korinther 4,18

Die Welt, in der wir leben, ist eine materielle Welt. Zugleich wimmelt es auf dem blauen Planeten, den wir bewohnen, von Dingen und Erscheinungen, die sind nicht stofflicher Natur, aber genauso wirklich. Schönheit. Liebe. Gemeinschaftssinn. Begeisterung. Leider auch das Gegenteil von all dem:  Abstoßendes. Hass. Widerwillen und Lähmung. Das alles ist nicht leicht zu packen, und doch schreiben wir solchen Phänomenen durchaus Bedeutung zu und reden davon, als hätten sie buchstäblich Gewicht.

Der Apostel Paulus hat vor 1970 Jahren im 2. Brief an die Christen in Korinth vom alles überragenden „Gewicht der Herrlichkeit“ geschrieben und hat es der vergleichsweise leichten Last gegenübergestellt, die seine Glaubensgeschwister und er zu schultern hatten. Bei Paulus klingt das so: „Die Not, die wir gegenwärtig leiden, wiegt leicht. Sie bringt uns eine Fülle an Herrlichkeit, die jedes Maß übersteigt und kein Ende hat.“ – Diese Herrlichkeit spielt Paulus zufolge überhaupt nur eine Rolle bei Menschen, die ihren Blick über das Sichtbare, Materielle hinaus richten. Denn, Zitat Paulus: „Das Sichtbare ist vergänglich – das Unsichtbare dagegen ist unvergänglich.“

Und nun heißt es aufpassen, denn zwischen den beiden Sätzen hat der Apostel mal eben die Kategorien gewechselt. Not zum Beispiel ist nicht immer sichtbar – aber in der Ewigkeitsperspektive Gottes ist sie endlich und vergänglich. Ähnlich sieht es mit Leid und mit niederschmetternden Erfahrungen aus. Paulus zufolge werden sie überwunden und bedeutungslos angesichts der „über alle Maßen gewichtigen Herrlichkeit“ (Luther) Gottes.  

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