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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wie Gott heißt

Markus Baum über Psalm 138,2.

Ich will deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast dein Wort herrlich gemacht um deines Namens willen.

Psalm 138,2

Das Volk Israel und seine Geschichte ist eines der spannendsten Phänomene auf diesem Globus. Und einen großen Teil der Spannung an diesem Phänomen Israel macht Gott aus. Der Gott Israels und sein Anspruch, ein Gott für alle Völker zu sein – nicht nur für eine kleine Regionalmacht in der Antike.

Ein Gott für alle Völker – und für alle Fälle. Ein gütiger, nahbarer, persönlicher Gott. Und ein Gott mit Prinzipien. Das Volk Israel hat seine Erfahrung mit diesem Gott gemacht und hat einen gewaltigen Respekt vor ihm entwickelt. Die Ehrfurcht der Israeliten und ihrer Nachfahren, der Juden, vor Gott ist so groß, dass sie sich nicht trauen, seinen Namen auszusprechen. Das hat schon früh eingesetzt, ist schon in den Psalmen bezeugt, also schon vor 3.000 Jahren. Wo der Gottesname steht, die vier Konsonanten JHWH, da lesen Juden bis zum heutigen Tag „Adonai“ – das hebräische Wort für „Herr.“ Und an anderen Stellen sprechen sie vom „Namen des Herrn“, wenn sie eigentlich Gott selbst meinen.

Im Psalm 138 heißt es, an Gott gerichtet: „Ich will dir danken für deinen Namen, der für deine Güte und Treue steht. Denn du hast eine große Verheißung gegeben, wie es deinem Namen entspricht.“ Das provoziert die Frage: Ja, wie heißt er denn? Viele Gläubige halten sich an Gottes Eigenschaften, nennen ihn zum Beispiel den Allmächtigen. Und den besten Vorschlag hat Jesus gemacht – er hat seinen Anhängern nahegelegt, dass sie Gott einfach als Vater ansprechen. „Unser Vater im Himmel:“ Der Gott mit dem unaussprechlichen Namen wird sich dabei angesprochen fühlen. Und das ist gut zu wissen.

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