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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Das Gute passiert nicht von allein

Joachim Bär über 2. Timotheus 1,14.

Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.

2. Timotheus 1,14

Das Gute hat es nicht leicht in meinem Alltag. Schon oft wollte ich mich mehr draußen bewegen, mir selbst weniger Stress machen, und, ja, auch weniger Süßes essen. 

Im Alltag klappt das alles nur so mittel. Obwohl ich es besser weiß.  Ich muss mir schon ein paar gute Routinen zurechtlegen und Prioritäten setzen. Nur dann hat das Gute, das ich erkannt habe, in meinem Alltag eine Überlebenschance. Das Gute braucht Pflege, es passiert nicht von allein. 

Ich sehe da eine Analogie zu meinem christlichen Glauben. Auch der braucht Pflege und Routinen, auch dem muss ich Prioriät einräumen. Sonst kann er im Sand verlaufen.  

Diese Erfahrung hat der Apostel Paulus schon vor 2.000 Jahren gemacht. Er hat erlebt, wie sich Menschen von ihm und vom Glauben abgewandt haben. Seinem Schüler und Mitarbeiter Timotheus schreibt er deshalb: „Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.“ (2. Tim 1, 14) 

Das Kostbare und Gute bewahren, das gehört zum Glauben dazu. Mit guten Routinen und den richtigen Prioritäten. Wird Glaube dadurch machbar? Nein, er ist immer auch Geschenk. Nicht umsonst weist Paulus darauf hin, dass das alles durch den Heiligen Geist geschieht. Darüber bin ich sogar froh. So weiß ich: Ich muss nicht alles allein schaffen. So hat das Gute eine gute Chance, auch in meinem Leben. 

Und jetzt auf – zu einem kurzen Spaziergang. 

 

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