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„Wieviel Glaube braucht die Demokratie?“

„Institut für Glaube und Wissenschaft“: Von der Verantwortung der Christen in unruhigen Zeiten.

„Viele Christen spüren, dass gerade etwas passiert, was noch vor Kurzem kaum vorstellbar war, und zwar dass die Regeln unserer Demokratie verändert werden könnten“, sagt Dr. Alexander Fink, Leiter des Instituts für Glaube und Wissenschaft auf der Tagung „Wieviel Glaube braucht die Demokratie?“ am vergangenen Wochenende in Marburg. „Wie etwa die AfD Wahlkampf macht - mit Einschüchterungen und Bedrohungen - verunsichert viele,“ so Fink.

In einer zunehmend polarisierten Gesellschaft könnten Christen eine besondere Gabe einbringen, erklärte Referent und Theologieprofessor Bernd Wannenwetsch von der Freien Theologischen Universität Gießen: „Der Gedanke, dass Christen als `Gemeinschaft der Versöhnten´ zusammenstehen, wäre ein starker Impuls für unsere politische Kultur, die in der Gefahr steht, immer mehr in unversöhnliche ´Meinungsbubbles“ auseinanderzubrechen.“

Statistisch gesehen neigen Christen weniger zu Politikverdrossenheit, so der Bonner Politologe Dr. Andreas Püttmann: „Denn wir wissen als Christen, dass wir alle Sünder sind“, so Püttmann, das mache barmherziger.

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich aus Chemnitz rief dazu auf, Christen in der Politik besser zu unterstützen: „Ich wünschte mir, dass man ihnen den Rücken stärkt und sie nicht wegen einer einzigen Entscheidung abkanzelt.“ Ein Beitrag von Regina König.  

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