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Auf Augenhöhe

/ Wochenration / Lesezeit: ~ 2 min

Auf Augenhöhe

Wer dich wirklich versteht.

Ein Lied von David, nach der Melodie: »Eine Hirschkuh früh am Morgen«.Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie verzweifelt, doch du bist so weit weg, nirgendwo scheint mir Rettung in Sicht zu sein. Mein Gott, Tag und Nacht rufe ich zu dir um Hilfe, aber du antwortest nicht und schenkst mir keine Ruhe. Du bist doch der heilige Gott! Du bist es, dem das Volk Israel seine Loblieder singt. Unsere Vorfahren haben sich auf dich verlassen, und du hast ihnen immer wieder geholfen Zu dir schrien sie und wurden gerettet. Sie vertrauten dir, und du hast sie nicht enttäuscht. Und was ist mit mir? Ein Wurm bin ich, kein Mensch mehr – nur noch Hohn und Spott hat man für mich übrig. Alle Leute machen sich über mich lustig. Wer mich sieht, verzieht sein Gesicht und schüttelt verächtlich den Kopf. »Überlass Gott deine Not!«, lästern sie, »der soll dir helfen und dich retten! Er liebt dich doch, oder etwa nicht?« Du, Herr, hast mich aus dem Leib meiner Mutter gezogen. Schon an ihrer Brust hast du mich Vertrauen gelehrt. Du bist mein Gott, seitdem mein Leben begann. Seit der Stunde meiner Geburt bin ich auf dich angewiesen. Bleib mir jetzt doch nicht fern! Groß ist meine Angst! Weit und breit gibt es keinen, der mir hilft. (Psalm 22,1-12)

 

 

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StayonFire

Hast du schon einmal jemandem von deinem Problem erzählt, jedoch das Gefühl gehabt, dass dein Gesprächspartner dich nicht versteht? Oder vielleicht hattest du das Gefühl, dass du die einzige Person bist, die mit diesem Problem zu kämpfen hat.

Am Ende war da dieses Gefühl der Einsamkeit in deinem Herzen.

David kannte dieses Gefühl. Es frustrierte ihn, überall von den Wundern Gottes zu hören, während das Wunder in seinem eigenen Leben auf sich warten ließ.

„Unsere Vorfahren haben sich auf dich verlassen, und du hast ihnen immer wieder geholfen. Zu dir schrien sie und wurden gerettet. Sie vertrauten dir, und du hast sie nicht enttäuscht. Und was ist mit mir?“ (Psalm 22,5-7)

Als Jesus am Kreuz hing, rief er die ersten Worte dieses Psalms:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Psalm 22,2) (vgl. Matthäus 27,46)

Ich glaube, es ist kein Zufall, dass Jesus diesen Psalm zitierte. David fühlte sich verlassen und einsam. Er hatte das Gefühl, dass Gott nicht eingreifen würde.

Jesus ging bewusst den Schritt zum einsamen Kreuz. Er hat unsere Schuld getragen. Und gleichzeitig zeigt uns das Kreuz auch, wie sehr Jesus uns versteht.

Wenn du ihm von deiner Einsamkeit erzählst, schaut er dir tief in die Augen. Er fühlt, was du fühlst. Er versteht, was du durchmachst. Er begegnet dir auf Augenhöhe.


Dieser Text von Thaddäus Schindler wurde zuvor auf www.stayonfire.de veröffentlicht.

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