23.03.2011 / Gedanken zum Monatsspruch im April

Zu müde zum Beten?

Eigentlich wollte ich beten. Doch wieder einmal gewinnt der Schlaf. Was tun, wenn ich gebets-müde bin?

Ein grausames Piepen reißt mich aus den Träumen. Eigentlich wollte ich heute Morgen beten. Doch die Müdigkeit gewinnt, ich hau' auf die Snooze-Taste und drehe mich wieder um. Das Ganze wiederholt sich einige Male. Irgendwann merke ich: Jetzt schnell raus, sonst komme ich zu spät auf die Arbeit.
Dann ist der Tag vorbei. Erschöpft falle ich ins Bett, will den Tag noch mit Gott besprechen. Doch es werden keine drei Sätze, schon erfüllt ein gleichmäßiges Atmen den Raum.

Auch die Jünger von Jesus schlafen, in der Nacht im Garten Gethsemane. Kurz vor seinem Tod bittet Jesus seine Jünger, für ihn zu beten. Während Jesus seine grausamste Stunde erlebt und mit Gott ringt, fallen die Jünger jedoch erschöpft in den Schlaf. Zu groß ist ihre Angst vor der Zukunft und zu groß die Enttäuschung, dass Jesus das Land nicht mit einer großen Revolution befreit. Als Jesus seine Freunde schlafend wiederfindet, fordert er sie auf: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!“ (Matthäus 26,41) Jesus sagt das nicht nur für diesen einen, kritischen Moment im Leben seiner Nachfolger, sondern auch für ihre Zukunft. Er weiß, wie wichtig es ist, gerade in den schweren, herausfordernden Momenten in engem Kontakt zu Gott zu stehen. Sonst kann es passieren, dass die Umstände einen überrollen und der Glaube daran zugrunde geht.

Drei Tipps für ein waches Gebetsleben

Wie ist das bei mir? Bin ich richtig wach für Gott und nehme mir bewusst Zeit für ihn und sein Reden – oder gewinnt doch meistens die Müdigkeit? Ich habe mir drei Punkte überlegt, wie ich diesen Spruch im April (und hoffentlich darüber hinaus) umsetzen kann:

Ich bin gespannt, wie das klappt und ob sich bei mir etwas verändert. Vielleicht ist bei den Tipps auch etwas für Sie dabei, das Sie in ihrem Alltag umsetzen können, um der Gebetsmüdigkeit ein Schnippchen zu schlagen?