08.02.2023 / Aktuelles
Warum lässt Gott das zu?
Lob und Klage zum Erdbeben in Syrien und der Türkei.
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Es sind schreckliche Bilder, die uns aus den türkischen und syrischen Erdbebengebieten erreichen. Das Ausmaß der Katastrophe ist menschlich kaum zu erfassen. Grund für Lob und Klage von ERF Haupstadtkorrespondent Oliver Jeske.
Zigtausende Menschen haben in kürzester Zeit ihr Leben verloren. Das sind tausende lebendige Seelen, die nach dem Bild Gottes geschaffen waren.
Ihre Angehörigen können nur ohnmächtig den Verlust ihrer Lieben betrauern.
Laut Weltgesundheitsorganisation sind vermutlich 23 Millionen Menschen betroffen
von dem schlimmen Erdbeben in der Türkei und in Syrien. Geologen können das schreckliche Unglück zwar erklären. Da gab es offensichtlich tektonischen Spannungen. Sie haben sich über Jahrzehnte aufgebaut.
Die Frage nach dem Warum?
Doch das beantwortet nicht die Frage: Warum lässt Gott dieses Leid zu? Und weil es keine einfache Antwort gibt, ist Klagen erlaubt. Ich kann jeden verstehen, der in seinem Leid zu Gott schreit. Ja, es kann genau das Richtige und vielleicht sogar tröstlich sein, wenn ich einen himmlischen Vater kenne. Wenn ich ihm quasi mit meinen Fäusten auf die Brust trommle und frage: Warum?
Persönliche Distanz
Ganz ehrlich: Die Türkei und Syrien erscheinen mir persönlich weit weg. Gefühlt viel weiter als die Ukraine. Denn offen gestanden: Es geht beim Angriffskrieg Russlands
auch um meine Freiheit und damit auch um meine eigene Haut. Die Toten und Verletzten in Syrien und der Türkei rutschen mir im Alltagsgeschehen schneller aus dem Gedächtnis.
Solidarität ist angesagt
Trotzdem bin ich mit dem Blick auf sie aufgerufen: Weint mit den Trauernden. Solidarität ist angesagt. Und das führt mich dann doch auch zum Lob: Viele Hilfsorganisationen sind gerade auf dem Weg in die Türkei. Sie hoffen, auch in Syrien helfen zu können.
Bei der Hilfe von Mensch zu Mensch spielen zumindest von Seiten der Helfer politische Differenzen und ethnische Spannungen keine Rolle. Das gibt mit Hoffnung auch inmitten der schlimmen Ereignisse. Ich bin Gott dankbar für jeden der Helfer. Sie setzen Zeichen der Nächstenliebe und Menschenwürde.
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