27.05.2013 / Andacht
Verwöhnt Jesus dich?
Wenn wir seine Liebe nicht genießen, sind wir nicht erfüllt. Eine Andacht.
„Diese Sonnenstrahlen gehören uns“ dachten eine gute Freundin und ich als wir am Sonntag aus dem Fenster schauten. Endlich – nach vielen trüben Tagen zeigte sich die Sonne wieder. Schnell schnappten wir uns eine Decke, Wasser und Cocktailtomaten und machten uns schnell auf die Suche nach einem schönen Ort. Nach einigen Metern Fußweg führte uns ein schmaler Fußweg über eine Holzbrücke. Wir schauten uns dort erwartungsvoll um – und da sahen wir sie: Eine kleine versteckte Wiese, auf der einige Bäume voller Apfelblüten standen.
Gott tut so gut
Es schien, als hätte vor uns noch niemand diese Wiese entdeckt. Wie nur für uns geschaffen, lud sie zum Entspannen ein. Schnell sicherten wir uns ein Plätzchen darauf und hielten die Zeit an: Die Sonne tat so gut. Die Gespräche mit meiner Freundin taten so gut. Die Natur tat so gut. Gott tat so gut.
Moment, Gott? Ja! Denn indem ich mich über Freunde und Apfelblüten, über Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen freue, reagiere ich auf seine Liebe, die er mir auf verschwenderische Art und Weise vermittelt. Schöne Dinge geben uns nur eine leise Ahnung davon, wie viel wir Gott bedeuten und indem wir empfänglich sind für seine dezenten Liebesbotschaften im Alltag, kann Gott uns nah sein.
Gottes Liebe ist keine Theorie
Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephesus: „Ja, ich bete darum, dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles Verstehen hinausreicht, und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist.“ (Epheser 3,19) Paulus weiß, dass es für die Gemeinde unverzichtbar wichtig ist, dass sie die Liebe Gottes mit dem Kopf und mit dem Herzen aufnehmen. Gottes Liebe als bloße Theorie ist viel zu wenig.
Die Liebe Jesu soll uns ganzheitlicher einnehmen: Wir riechen die Liebe von Jesus, indem wir den Duft von Flieder genießen. Wir schmecken die Liebe von Jesu, wenn wir in einen knackigen Apfel beißen. Wir ruhen uns in der Liebe aus, wenn wir auf einer Blumenwiese liegen und einfach entspannen. Viel zu selten lassen wir uns von Jesus verwöhnen.
Dabei hängt so viel davon ab: Je mehr ich ihn genieße, desto mehr Lebensfreude bekomme ich. Mein Christsein wird ansteckender und überfließender.
Sich von Jesus verwöhnen lassen. Davon will ich mehr.