21.11.2019 / Das Gespräch
Statt großer Worte handfest helfen
Für Klaus Dewald vom Hilfswerk GAiN hat die persönliche Begegnung erste Priorität.
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„Für Menschen in großer Not sagt eine helfende Hand mehr als viele gut gemeinte missionarische Worte.“ – Das sagt Klaus Dewald vom internationalen christlichen Hilfswerk GAiN. Im Irak, in der Ukraine oder in Flüchtlingslagern hat er gelernt: „Wenn ich eine hoffnungslose Mutter besuche, muss ich gar nicht predigen, ich habe genau das gemacht, was Jesus permanent gemacht hat. Er ist zu den Menschen gegangen, denn als Christen tragen wir die Hoffnung in uns und das sieht man hoffentlich.“ Für Klaus Dewald ist genau das handfest gelebte Spiritualität.
Klaus Dewalds Geschichte mit dem Hilfswerk beginnt im Dezember 1990. In Gießen macht sich eine Gruppe Freiwilliger auf die beschwerliche Reise Richtung Osten. Ihre beiden Lkws sind mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten für Krankenhäuser in Riga und Leningrad beladen. Mit dabei ist der Lkw-Mechaniker Klaus Dewald, der einen der 40 Tonner fährt. Zusammen mit seiner Frau Claudia, drei weiteren Fahrern, einem Arzt und drei Dolmetschern will er auf unbürokratische Weise Bedürftigen in Russland und Lettland helfen. Sie folgten damit dem Appell des sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow, den russischen Völkern im Hungerwinter 1990/91 zu helfen. Dieser erste Hilfstransport hat Klaus Dewalds Leben verändert. Der Gießener gibt seinen Mechaniker-Job auf und wird Gründer und Leiter des Hilfswerks GAiN.
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