14.12.2011 / Sieben Ideen für ein ruhiges Weihnachtsfest
Simplify your Weihnachten
Viele beklagen sich über Stress und Hektik vor und an Weihnachten. Doch das muss nicht so sein. Sieben Ideen für ein entspanntes Weihnachtsfest.
1. Idee: Nur ein Geschenk pro Person
Ich mag es, an Weihnachten Geschenke zu bekommen. Und ich mag es auch, anderen mit Geschenken eine Freude zu machen. Doch wer hat eigentlich gesagt, dass jeder jedem etwas schenken muss? Es gibt es Alternativen, die Stress und Geld sparen können, ohne dass man auf Geschenke komplett verzichten muss: Eine Idee wäre eine etwas abgewandelte Form des „Wichtelns“: Jedes Familienmitglied zieht einen Namen aus dem Familienkreis. Für diese Person muss er oder sie sich dann ein Geschenk ausdenken. Am besten legt man noch eine Obergrenze fest und benennt einen bestimmten Betrag, den ein Geschenk kosten darf. Das Ganze muss nicht geheim bleiben, man darf beim anderen ruhig einen Wunsch erfragen. Am Heiligabend bekommt dann jeder ein Geschenk, aber im Vorfeld musste sich jeder auch nur um eine persönliche Geschenkidee kümmern. Das entlastet sehr und auf einmal fängt es auch wieder an, Spaß zu machen, wenn man seinen ganzen Einfallsreichtum (und auch Finanzen) nur auf eine Person konzentrieren kann.
2. Idee: Ein Geschenk für die ganze Familie
Statt sich gegenseitig zu beschenken, kann man sich als Familie, aber auch als Paar, ein gemeinsames Geschenk machen. Und zwar am besten in Form einer gemeinsamen Aktion, für die man sich gemeinsam entscheidet. Das hat den Vorteil, dass man sich bereits im Vorfeld Gedanken macht und sich überlegt: Was würden wir denn mal wieder gerne als Familie, als Paar oder als Freundeskreis gemeinsam unternehmen? Das verbindet, der Fokus wird automatisch auf die Gemeinschaft gelegt und nicht auf Dinge.
3. Idee: Es muss nicht immer Weihnachtsgans sein
Wer sagt eigentlich, dass man drei Tage hintereinander schlemmen muss, bis sich die Balken biegen? Kartoffelsalat mit Würstchen sind ein praktischer Klassiker nicht nur für den Heiligabend. Auch am ersten und zweiten Weihnachtstag tut es ein „normales“ Sonntagessen. Wichtig ist, dass man sich gemeinsam um den Tisch versammelt und Zeit zum Austausch hat. Weihnachten wird nicht unterm Baum, aber auch nicht am Küchentisch entschieden.
4. Idee: Weniger ist mehr
Ich erinnere mich noch an einen Heiligabend, an dem wir als junge Eltern alles perfekt machen wollten. Zuerst mit Freunden essen, dann in den Gottesdienst gehen, danach die Nachbarin einladen und dann in Ruhe Bescherung halten. Uff! Selbst jetzt beim Schreiben wird mir schwindelig, wenn ich an diesen Weihnachtsmarathon denke. Und so verlief denn auch der Abend - stressig und einfach nur schrecklich. In diesem Jahr haben wir uns entschieden, nur ein oder zwei Dinge zu machen – und die dafür richtig zu genießen. Dazu haben wir uns überlegt, was uns wirklich wichtig ist. Vielleicht ist es dann nur der Gottesdienst, den man besucht. Oder dass man sich Zeit für Nachbarn oder Verwandte nimmt, die krank sind.
Tipp 5: Süßer die Plätzchen nie schmecken!
Was auch in Stress ausarten kann, ist die ganze Kalorienschlacht im Advent. Plätzchen hier und Nikoläuse dort. Ich muss zugeben, mir fällt es schwer, an der Plätzchenschale vorbeizugehen und die weihnachtliche Lindtschokolade im Regal stehen zu lassen. Doch es gibt andere Wege, sich regelmäßig Gutes zu tun und zu entspannen. Warum sich nicht einen schönen Gedichtband kaufen, um dann abends mit seiner Frau gemeinsam Gedichte zu lesen, zu reden und eine Tasse Tee zu trinken. Der darf dann auch gerne weihnachtlich schmecken!
Idee 6: Eine schrecklich nette Familie!
Viel Stress ergibt sich daraus, dass man sich verpflichtet fühlt, an Weihnachten nicht nur die Eltern, sondern vor allem auch die unterschiedlichsten Verwandten zu besuchen. Logisch ist das eigentlich nicht. Denn warum sollte ich einige der schönsten Tage im Jahr mit Menschen verbringen, an die ich sonst während des Jahres kaum denke? Deshalb mein Tipp: Lieber Weihnachten als Anlass nehmen, um sich darüber Gedanken zu machen, wer einem wirklich wichtig ist oder wer einen braucht. Und dann diese Menschen anrufen und gleich ein Treffen fürs neue Jahr ausmachen.
Idee 7: Digitale Weihnachtsgrüße
Zugegeben: Im digitalen Zeitalter sind es manchmal die analogen Informationsmittel, die aus der Masse herausstechen. Trotzdem muss man sich nicht zu viel Stress mit Weihnachtskarten machen. Lieber ein paar Karten weniger schreiben und sich dafür genau überlegen, wem man eine Freude machen möchte. Oder eben doch eine liebevolle SMS oder E-Mail, die von Herzen kommt.
Welche Tipps haben Sie, um ein entspanntes Weihnachtsfest zu feiern? Schreiben Sie einen Leserbrief und teilen Sie uns und anderen Lesern Ihre Ideen für ein ruhiges Weihnachtsfest mit!