02.01.2008 / Persönlich

Mit Träumen richtig umgehen

„Träume sind Schäume“ – sagen die einen, während andere behaupten: „Meine Träume enthalten wichtige Botschaften“. Was sind Träume? Warum träumen wir überhaupt? Und was haben sie zu bedeuten bzw. wie können wir sie deuten?

„Träume sind Schäume“ – sagen die einen, während andere behaupten: „Meine Träume enthalten wichtige Botschaften“. Was sind Träume? Warum träumen wir überhaupt? Und was haben sie zu bedeuten bzw. wie können wir sie deuten?

Träume sind mehr als nur wirre Impulse unseres Gehirns. Träume sind sozusagen mein „privates nächtliches Filmtheater“. Ich selbst bin sowohl Produzent, Regisseur, als auch Schauspieler und Zuschauer meines Theaterstücks. Jeder Mensch träumt – auch die, die morgens sagen: „Ich habe nicht geträumt.“ Letztere erinnern sich nur nicht mehr daran. 

Erlebnisse verarbeiten

In Träumen verarbeite ich zum einen das Tagesgeschehen. Was ich tagsüber erlebt habe, taucht im Traum wieder auf. Ganz wichtig: Träume regulieren Stimmungen, helfen Stress zu verarbeiten oder Probleme zu lösen. Träumen zu können ist ein Geschenk, ein Geschenk Gottes an mich. Denn wer für längere Zeit am Träumen gehindert wird, etwa durch Schafentzug, wird krank. Träume haben also heilende Kraft.

Manche Menschen führen ein Traumtagebuch. Gerade weil Träume sich so schnell wieder verflüchtigen, kann das Notieren hilfreich sein. So kann ich viel über mich selbst entdecken. Denn wenn ich schlafe, öffnen sich die Archive meiner Seele. Durch meine Träume kann ich also verborgene Vorgänge meiner Seele betrachten. In manchen Träumen können also wichtige Botschaften stecken. Die kann ich entdecken, wenn ich bereit bin, mich mit den Farben, Gefühlen und Symbolen meines Theaterstücks auseinanderzusetzen. 

Ein anderer Mensch

Einige Menschen „erlauben“ sich Manches erst im Traum, was sie im Wachzustand verdrängen, weil sie sich schämen oder Angst davor haben. Andere träumen „Unerledigtes“ oder was sie zu leben vermeiden. So kann ein schüchterner Mensch im Traum zum Draufgänger werden.

Es gibt keine Patentrezepte, einen Traum richtig zu deuten. Auch ein Traum-Lexikon ist nicht hilfreich, denn jeder Traum ist mein persönliches schöpferisches Werk. Da helfen allgemeine Symbole nicht weiter. Was also tun, wenn ich mich zwar an einen Traum erinnere, aber nicht weiß, was er bedeutet, oder sogar eine wichtige Botschaft enthält? 

Träume deuten?

Ich kann mich fragen:

Autor/-in: Ulla Schmidt