02.12.2013 / Gedanken zum Monatsspruch im Dezember

Licht macht hell

Warum Jesus Menschen senden will. Eine Andacht zum Monatsspruch.

Am Anfang war noch alles gut. Gott brachte Ordnung in das Chaos, Licht in die Dunkelheit. Er bietet dem Menschen Wohlstand und Geborgenheit. Dunkelheit und Tod kannte der Mensch nicht. Doch auf einen Schlag änderte sich alles: Der Mensch entschied sich, dem Feind seines Schöpfers Raum zu geben. Als Konsequenz musste er jetzt diesen Ort der Idylle verlassen. Und plötzlich bestimmten Chaos, Dunkelheit und Tod sein Leben. Doch seine Sehnsucht nach diesem Ursprungszustand von Leben blieb ungebrochen. Genauso ungebrochen, wie die Liebe Gottes zu dem Menschen. Gott schmiedete einen Rettungsplan, und es gab nichts, was ihn davon abhalten konnte, diesen auszuführen.

Aus trist wird licht

Mitten hinein in Verwüstung, Chaos und Hoffnungslosigkeit entfaltet Gott seinen grandiosen Plan: Er schickt Jesus Christus. Wo vorher Krankheit herrschte, heilt er. Er bringt Leben, wo der Tod schon alles besiegelt zu haben schien. Und sorgt dafür, dass die Feier weitergehen kann – mit dem besseren Wein. Triste Orte der Trostlosigkeit verändert er in Orte des Lichts. Johannes schreibt über Jesus: „In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht der Menschen.“ (Joh. 1,4) Jesus will Hoffnung geben – sofern der Mensch diese haben will. Wenn ein Mensch Jesus Raum gibt, wird Jesus ihn erfüllen und eine ganz neue Ausrichtung geben. Entzündet von diesem Licht kann dann auch der Mensch Licht in die Welt bringen.  

Hans-Joachim Eckstein schreibt: „Es gibt Menschen, die erscheinen uns wie Edelsteine. Nicht, dass sie anders als andere Menschenkinder von sich aus leuchten und göttliches Licht hervorbringen könnten; aber sie reflektieren und entfalten das empfangene Licht so farbenfroh und strahlend, dass man sich unwillkürlich nach der Lichtquelle umschaut!“

Hoffnungsbote sein

Auch ich möchte ein Mensch sein, in dem Jesus zu erkennen ist. Auch ich möchte Licht in die Dunkelheit hineintragen, indem ich mein Leben von Jesus bestimmen lasse. Ich will ihn fragen, wo Licht nötig ist. Und meine Augen öffnen für Orte, die Licht brauchen. Vielleicht heißt es dann für mich, meiner Freundin zur Seite zu stehen, die momentan durch eine schwere Krankheitsphase geht. Oder für die Heimatlosen auf den Philippinen zu spenden. Oder einen einsamen Menschen in der Adventszeit zu besuchen.

Jesus ich will gehen. Öffne meine Augen und sende mich.