04.11.2021 / ERF Global Hope
Lebensnahe Tipps im Radio
Mariola war in Trauer gefangen. Die Women of Hope Sendungen verändern ihren Blick auf sich selbst und ihre Beziehungen.
„Hope for you“ („Hoffnung für dich“), so heißt das Programm von TWR Women of Hope in Albanien. Hinter diesem Schlagwort Hoffnung steckt praktischer Rat für den Alltag und für den Umgang mit Kindern und Familie. In den Radiosendungen von Women of Hope hören albanische Frauen, dass Gottes Liebe ihr Leben verändern kann. Viele von ihnen berichten, wie sehr die Sendungen sie berühren.
Sendungen schenken neuen Mut
Eine dieser Frauen ist Mariola. Sie wohnt mit ihrem Sohn in Korca, einer Stadt im Südosten Albaniens. Mariolas Leben war geprägt von Höhen und Tiefen. Durch die christlichen Sendungen von Women of Hope hat sie neu erfahren, wie sehr Gott sie liebt:
Ich höre euer Radioprogramm seit fast zwei Jahren täglich. Es gibt mir so viel: Ich lerne Neues durch die biblischen Geschichten und erfahre, wie sehr Gott mich liebt. Ich habe mich als Kind zusammen mit meinem Bruder für ein Leben mit Jesus entschieden. Doch in den letzten Jahren war es für mich nicht einfach, mit Jesus zu leben.
Ich habe einen achtjährigen Sohn. Als dieser ein Jahr alt war, ist mein Mann bei einem schrecklichen Unfall gestorben. Die Jahre danach waren für mich sehr schwierig. Ich war traurig und hatte innerlich viel zu verarbeiten. Das hat sich auch auf meine Familie und Freundschaften ausgewirkt. Eine Freundin hat mir empfohlen: „Hör doch mal in die Radioprogramme von TWR rein.”
Und das habe ich getan. Ich wollte wieder mehr über Gott lernen und habe angefangen, eure Sendungen zu hören. Ich konnte durch das, was ich gehört habe, wieder neu spüren, dass Gott mich liebt. Ich höre bei euch täglich Zusagen, die mir Mut machen für meinen Alltag.
Wenn ich zurückschaue, merke ich auch, wie die Sendungen mein Zusammenleben mit meinem Sohn geprägt haben. Ich lerne, wie ich als Gläubige leben kann und die Inhalte von Women of Hope inspirieren mich in meinem Alltag – als Frau und als Mutter. Dafür bin ich euch sehr dankbar.
Wenn ich zurückschaue, merke ich, wie die Sendungen mein Zusammenleben mit meinem Sohn geprägt haben. Die Inhalte von Women of Hope inspirieren mich in meinem Alltag. – Zuhörerin aus Albanien
Albanien – ein Land im Aufbruch
Mariolas Rückmeldung ist nur eine von vielen. Etliche albanische Frauen sind dankbar für die christlichen Radioprogramme von TWR. Denn das Land war über viele Jahrzehnte religionslos, von 1944 bis 1991 war es die einzige komplett atheistische Diktatur der Welt. Die politische Lage veränderte sich schrittweise erst Anfang der 90er Jahre, als die ersten demokratischen Wahlen stattfanden. Mit dieser Wende konnten die Bewohnerinnen und Bewohner Albaniens endlich auch ihre Religion wieder frei wählen und ausüben.
Seitdem stabilisiert sich langsam eine junge Demokratie, die Wirtschaft wächst und die Städte verändern sich. Doch noch immer leben große Teile der Bevölkerung in Armut und Korruption ist weiterhin ein Thema. Viele Albaner stehen unter einem großen Druck, gute Arbeit zu finden und ihre Familien zu ernähren. Das spiegelt sich unter anderem in familiären Problemen wie häuslicher Gewalt wider.
Da das Land lange Zeit religionslos war, ist es schwierig, an Informationen über den christlichen Glauben zu kommen. Ein Großteil der Bevölkerung lebt und glaubt muslimisch, doch auch im Bereich der Religion gibt es einen Umschwung.
Christliche Gemeinden wachsen und die Hoffnungsbotschaft der Bibel erreicht immer mehr Menschen, durch das Programm von Women of Hope sind darunter auch viele Frauen.
Es bleibt viel Unterstützung notwendig
Auch wenn sich Albanien seit geraumer Zeit in einem Veränderungsprozess befindet, schimmert das kulturelle Erbe an vielen Stellen noch durch. Gerade die finanziellen Probleme belasten Familien, häusliche Gewalt ist oftmals die Folge. Aufgrund ihrer kulturellen Prägung sprechen Frauen nicht über familiäre Probleme außerhalb des eigenen Hauses. Doch die Radiosendungen erreichen die Frauen genau dort – in ihrem Zuhause. Sie erfahren durch die Programme, wie wertvoll sie in Gottes Augen sind und lernen, sich selbst – und ihre Familien – anders zu sehen, ähnlich wie es bei Mariola der Fall war.
TWR unterstützt auch die Bevölkerungsgruppe der Roma in Albanien. Diese ethnische Gruppe ist besonders oft von Armut betroffen. Im letzten Jahr konnte das Team von TWR 18 neue Programme auf Roma übersetzen und ausstrahlen. Eine Gemeinde, in der viele Roma sind, berichtet dankbar über die Unterstützung in der Pandemie mit Medikamenten und ärztlicher Hilfe.
Die Radioarbeit von TWR erreicht in Albanien Frauen in Dörfern und Städten mit Inhalten aus der Bibel und praxisnahen Tipps für den Alltag in Ehe und Familie. Seit einigen Jahren ergänzt die Sendereihe „Champions Arise“ (auf Deutsch: Champions, erhebt euch) für Männer das Programm. Die beiden Sendungen helfen den Zuhörerinnen und Zuhörern, gegenseitiges Verständnis füreinander zu entwickeln. Und sie erzählen immer auch von Gottes Liebe. Diese Hoffnungsbotschaft verändert die Menschen in Albanien.
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