27.01.2026 / Das Gespräch
Jüdisches Leben in Deutschland heute
Erinnern, leben, standhalten: Daniel Neumann über jüdische Perspektiven im Jahr 2026.
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Der 27. Januar ist international der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Der Grund für das Datum: Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit.
Der Name Auschwitz steht dabei stellvertretend für die unvorstellbaren Gräuel, die die Nationalsozialisten während ihrer unbarmherzigen Herrschaft in den Konzentrations- und Arbeitslagern an über sechs Millionen Menschen ausgeübt haben. Ihre Opfer waren Sinti und Roma, Polen, Kriegsgefangene, Oppositionelle, Homosexuelle aber zu über 90% vor allem jüdischen Menschen. Allein in Auschwitz wurden innerhalb von zwei Jahren über eine Million Menschen fabrikmäßig ermordet. Damit so etwas nie wieder geschieht, braucht es eine bewusste Auseinandersetzung mit diesem Teil deutscher und europäischer Geschichte.
Was es heute aber auch geben darf, ist ein Staunen darüber, dass sich nach der Schoa in Deutschland jüdisches Leben neu entwickelt und entfaltet hat - zwar langesam und unter Widerständen, aber doch so, dass heute wieder schätzungsweise zwischen 125.000 und 200.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland leben. Etwa 90.000 von ihnen sind Mitglieder einer jüdischen Gemeinde.
Hanna Willhelm spricht mit Daniel Neumann darüber, wie das geschehen ist und wie jüdisches Leben in der Bundesrepublik heute aussieht. Herr Neumann ist Mitglied im Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden in Hessen.
Weitere Informationen zu den Themen Jüdischen Lebens in Deutschland und Zentralrat der Juden:
► Jüdisches Leben in Deutschland (Beauftragter der Bundesrates für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus)
► Die Geschichte des Zentralrates der Juden in Deutschland (Zentralrat der Juden)
► 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland (Jüdisches Museum Berlin)
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