25.07.2011 / Impuls für die Seele

"Ich liebe Jesus! Auch wenn's verrückt klingt."

Sie bekennen sich zu Jesus, stoßen damit aber nur auf taube Ohren und Unverständnis? Wie Sie trotz Gegenwind motiviert bleiben.

Fußgängerzone in Bonn. Viele Menschen eilen an mir vorbei. Sie werfen mir unterschiedliche Blicke zu: Belustigende Blicke, fragende Blicke, verachtende Blicke, neugierige Blicke, freundliche Blicke. Die Blicke sind in erster Linie auf das Schild bezogen, das ich in der Hand halte. Auf dem Schild steht: FLATRATE – GEBET FÜR DICH GRATIS.

Ich biete den Menschen die Dienstleistung Gebet an. Ich bete für die Person, die das Angebot für sich in Anspruch nehmen möchte. Einige Menschen stellen nur einige Fragen. Viele andere nehmen dieses Gratisgebet an. Ich darf für sie direkt auf der Straße beten.

Der Sturm weht

Viele Fragen und Gedanken wehen mir durch den Kopf, während ich dort stehe. Kalter Zweifel will mich zu Fall bringen. „Was machst du hier? Was denken die Leute um dich herum? Du bist peinlich! Die Leute müssen wohl denken, du seist jetzt völlig neben der Spur.“ Denn jeder der vorbei geht, bildet sich eine Meinung über mich – inklusive Schild.

Der Sturm legt sich

Doch plötzlich im Sturm der Gedanke: Jesus! Für ihn stehe ich hier. Für ihn nehme ich diverse Blicke in Kauf. Er gibt mir Halt. Er gibt mir Kraft. Er steht hinter mir.

„Gott allein befähigt uns, fest für Christus einzustehen.“ 2. Korinther 1, 21

Geht es Ihnen auch manchmal so? Sie möchten Jesus bezeugen, stoßen damit aber nur auf taube Ohren, Desinteresse und Unverständnis. Sie wollen von Jesus erzählen, aber keiner hört Ihnen zu. Sie möchten jemanden behilflich sein und dadurch „laut lieben“, aber Ihre Hilfe wird nicht angenommen. Sie bemühen sich Ihr Leben wie ein Werbeflyer für Jesus zu gestalten, jedoch sieht es irgendwie keiner.

Dann reden Sie mit Jesus drüber. Erzählen Sie ihm von den Situationen, in denen Sie sich überfordert fühlen. Teilen Sie ihm die Momente mit, in denen Sie das Gefühl hatten, Ihrem Auftrag nicht gerecht zu werden. Sie dürfen von ihm erwarten, dass er Ihnen die nötige Kraft und Ausdauer schenkt, denn er sendet Sie. Sie sind in seinem Interesse dabei, Menschen mit Ihrem Leben auf Gott hinzuweisen.

Lassen Sie sich nicht entmutigen und bekennen Sie sich weiterhin zu Jesus.

In diesem Sinne:

Frohes Zeugnis geben!

Nelli Löwen