10.03.2014 / Andacht

Ich entspanne mich.

Warum Gott das Risiko für mein Leben trägt.

Zeit zum Warten hat niemand. Auch ich nicht. Allein schon das Wort Warten ruft in mir ein inneres Kribbeln hervor. Je länger die Wartezeit ist, umso stärker das Kribbeln und der unangenehme Druck. Das Warten an der Kasse im Supermarkt nervt mich, dauert zum Glück aber meistens nicht so lange.  Die Menge an Lebensmitteln auf dem Kassierband werden weniger und schon ist man selbst dran. Schlimmer ist es in Fragen, die das Leben stark betreffen und bei denen das Ende alles andere als klar ist:

Werde  ich jemals wieder gesund werden? 

Werde ich einen passenden Partner finden?

Werde ich mit der kleinen Rente auskommen?

Beste Lebensversicherung!

Die Fragen können lähmen und Lebensfreude rauben. Ja – irgendwie habe ich es eben nicht in der Hand. Ich kann mein Leben nur begrenzt kontrollieren und das macht mir Angst. Genau in diesem Moment ist es dran, die Perspektive zu wechseln: Von meinen Möglichkeiten zu Gottes Möglichkeiten. Das ist schwer. Schließlich bedeutet es, noch weniger Kontrolle über das Leben zu haben.

Beim Radiohören vor einigen Tagen prägte sich bei mir folgender Satz ein: „Glauben heißt Leben auf Gottes Risiko.“ Bedeutet: Ich muss die Last der offenen Fragen nicht allein durch das Leben schleppen. Ich darf Gott mit ins Boot nehmen und ihm das Risiko meines Lebens übertragen. Er ist belastbarer und will mir helfen, trotz der brennenden Fragen gelassen zu sein. Ich darf mich in meiner Angst entscheiden, ihm zu vertrauen. Damit zu rechnen, dass Gott eingreifen und die Situation verändern wird. In der Bibel wird diese Entscheidung Glauben genannt: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräer 11,1)

Wie gut: Gott ist dabei

Das ist Glaube: Obwohl noch nichts zu sehen ist, fest mit Gottes Eingreifen zu rechnen. Auch wenn ich momentan immer noch krank bin, darf ich daran festhalten: Gott hat alles im Griff. 

Und auch wenn ich jetzt noch auf der Suche nach dem richtigen Partner bin, darf ich daran glauben: Gott kennt meine Bedürfnisse.  

Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob meine Rente ausreichen wird, darf ich wissen: Gott lässt mich nicht allein.

Gott trägt das Risiko für mein Leben. Weil ich ihm vertraue, darf ich entspannt leben.

Autor/-in: Nelli Bangert