16.03.2011 / Japan: Nachrichten, Interviews, Berichte
"Humedica" wagt einen zweiten Anlauf
Wie sich christliche Hilfs- und Missionswerke in Japan engagieren.
„Humedica“ wagt einen zweiten Anlauf
Medizinisches Helferteam geht ins japanische Katastrophengebiet
Wenn irgendwo rund um den Globus Menschen zum Opfer einer Katastrophe werden, dann ist das medizinische Fachpersonal von "humedica" meistens sehr schnell vor Ort, um Verletzte zu versorgen. Wie das Hilfswerk im japanischen Katastrophengebiet arbeiten will, das berichtet Geschäftsführer Wolfgang Groß im Gespräch mit Michael Klein. Zum Beitrag
Es geht um menschengerechte Lösungen
Der Umweltbeauftragte der EKD zur Atomenergie-Debatte
Die durch Erdbeben und Flutwelle ausgelöste atomare Katastrophe in einem japanischen Kernkraftwerk hat auch bei uns die Debatte um das Für und Wider der Kernenergie neu entfacht. In einer Blitzaktion hat die Bundesregierung eine Stilllegung der sieben ältesten deutschen Reaktoren für drei Monate angeordnet und dafür nahezu ungeteilte Zustimmung geerntet.
Kirchenvertreter haben angesichts des Szenarios, das sich in Japan entwickelt, einen völligen und schnellen Ausstieg aus der Kernenergieerzeugung gefordert, allen voran der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider. Mehr dazu von Hans Diefenbacher, Umweltbeauftragter der EKD, im Gespräch mit Michael Klein. Zum Beitrag
Hilfe kommt auch per Radio
Der ERF hat einen Hilfsfonds für die Katastrophenopfer in Japan eingerichtet
Nach den Katastrophen in Japans Nordosten sind zehntausende Menschen obdachlos. Viele von ihnen haben Angehörige verloren, sind von atomarer Strahlung bedroht und wissen nicht, wie es weitergehen wird.
Mindestens ebenso groß wie die materielle Not ist die geistliche Not. Der ERF hat jetzt einen Hilfsfonds eingerichtet. Wozu die Spenden dieses Fonds dienen, das weiß Thorsten Grahn, er ist im ERF für Internationale Projekte zuständig und Gast im Studio bei Michael Klein. Zum Beitrag
Die Marburger Mission hilft den Katastrophenopfern
Eine erste Aktion für Japan ist angelaufen
Auch wenn die außer Kontrolle geratenen Kernreaktoren in Japan noch wie ein Damoklesschwert über den Menschen schweben, die vor knapp einer Woche vom Erdbeben und der Flutwelle heimgesucht wurden – allmählich zeichnet sich das Ausmaß der Naturkatstrophe ab. Mehrere 100.000 Menschen sind obdachlos, und ihre Versorgung scheint nicht so zu funktionieren wie geplant. Inzwischen laufen die ersten Hilfsaktionen an. Auch die Marburger Mission hat auf ihrer Homepage neben einem Gebetsaufruf einen Spendenaufruf veröffentlicht. Mit Wolfgang Winkler, dem Sprecher der Marburger Mission, hat Michael Klein gesprochen. Zum Beitrag
Am meisten nagt die Ungewissheit
Wie japanische Christen in Deutschland auf die Katastrophe reagieren
Zerstörte Küstenregionen, dazu die Bedrohung durch freiwerdende Kernenergie: Von der Katastrophe in Japan sind auch ein Teil der rund zwei bis drei Millionen Christen des Inselreiches betroffen. Was das für japanische Christen bedeutet, die derzeit in Berlin leben - Oliver Jeske hat mit ihren Seelsorgern gesprochen. Zum Beitrag
„Wohin sollen die Menschen denn fliehen?“
Eine evangelische Pfarrerin bleibt in Tokio
In der augenblicklichen Situation in Japan nach den Reaktorunfällen richten sich die Blicke der Weltöffentlichkeit vor allem auf die Region Tokio, die von einer radioaktiven Wolke bedroht wird, wenn sich der Wind nicht dreht. In Tokio gibt es eine deutschsprachige evangelische Gemeinde. Deren Pfarrerin Elisabeth Hübler-Umemoto ist; Michael Klein hat mit ihr gesprochen. Zum Beitrag
„Die zuverlässigsten Informationen kommen aus Deutschland“
Missions-Teamleiter hat einen Teil der Mitarbeiter aus Japan abgezogen
Die Lage in Japan wird offenbar immer kritischer und immer undurchsichtiger. Über den Zustand der Kernreaktoren, die außer Kontrolle geraten sind, gibt es widersprüchliche Informationen. Aber inzwischen verdichten sich Indizien, dass eine stark radioaktive Wolke entstanden ist, die die Region im ohnehin dicht besiedelten Japan erreichen kann, in der am meisten Menschen leben, den Großraum Tokio mit mehr als 35 Millionen Bewohnern.
Die Liebenzeller Mission hat in Japan ein komplettes Team im Einsatz. Der Leiter ist Dieter Hägele; Michael Klein hat mit ihm gesprochen. Zum Beitrag
Eine Frage der Glaubwürdigkeit
Der Missionar Reinhard Berns will auf jeden Fall in Japan bleiben
Erdbeben, Flutwelle, Reaktorkatastrophe – über Japan brechen in diesen Tagen und Stunden gleich drei Heimsuchungen herein. Die Meldungen über das Ausmaß der Katastrophen sind widersprüchlich und ändern sich quasi im Viertelstundentakt. Wir haben versucht, Kontakte zu Missionaren aus Deutschland herzustellen, die in Japan arbeiten. Einer von ihnen ist Reinhard Berns von der Allianzmission. Michael Klein hat mit ihm gesprochen. Zum Beitrag
Zwischen Evakuierung und Abwarten
Wie Missionswerke nach der Katastrophe in Japan reagieren
Die Menschen in Japan sind von der Naturkatastrophe und der nun drohenden atomaren Verseuchung schwer getroffen. Hilfe für Japan ist jetzt dringend notwendig. Doch die Helfer begeben sich auch selbst in Gefahr. Die, die gerne auch helfen würden, sind christliche Missionare vor Ort. Horst Kretschi hat sich bei etlichen Missionswerken umgehört, die Mitarbeiter in Japan haben, wie sie jetzt mit der Situation umgehen. Zum Beitrag
Kommentar: Fukushima und die Folgen
Der Traum von der sicheren Atomenergie ist ausgeträumt. Je komplexer die Technik, desto größer das Restrisiko. Ein Kommentar
Nachgedacht: Schau auf diese Stadt
“Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt” – so hat Berlins Bürgermeister Ernst Reuter am 9. September 1948 in seiner berühmten Rede vor dem Reichstag die Weltöffentlichkeit aufgerufen, der eingeschlossenen Stadt während der sowjetischen Blockade beizustehen. Heute schauen die Völker der Welt wieder auf eine Stadt. Diesmal nicht bedroht von einem militärisch übermächtigen Gegner, sondern von einer unsichtbaren Gefahr aus den Wolken, aus der Luft, aus dem Trinkwasser. Persönliche Gedanken zum Unglück in Japan von Dr. Jörg Dechert.