13.01.2012 / Kommentar

Freitag der 13.: Ablage P bitte!

Schon die Bibel rät vom Glauben an Schicksal und Unglück ab. Eine Versicherung liefert nun weitere Gründe, die 13 links liegen zu lassen.

Das Schreckgespenst holt uns in diesem Jahr drei Mal ein und damit so oft wie nur selten: Freitag der 13. Am Ende dieser Woche ist es das erste Mal so weit, die vermeintliche Ursache für den Autounfall, das Ausrutschen auf Glatteis und sonstiges Unglück wiederholt sich am 13. April und am 13. Juli.

So werden auch am kommenden Freitag einige Menschen ihre Flüge und Reisen unterbrechen, Termine absagen oder sich überhaupt nicht aus dem Bett trauen. Die Angst vor dem Unglückstag kann sogar krank machen. Paraskavedekatriaphobie nennen Mediziner das Krankheitsbild.


Angst? Völlig unnötig!
Völlig unbegründet sei diese Angst, sagt die Technikerkrankenkasse (TK) Niedersachsen in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Unfallzahl sei zwar laut den Verkehrsdaten des Statistischen Bundesamtes an Freitagen, die auf den 13. des Monats fallen, durchschnittlich 14 Prozent höher als im Durchschnitt aller Tage. Dies liege aber vor allem daran, dass der Freitag ohnehin ein Spitzentag in puncto Mobilität sei. Mehr Pendler, höheres Verkehrsaufkommen, mehr Unfälle. Der direkte Vergleich von Freitagen mit und ohne 13 im Datum zeigt: Die Anzahl der Unfälle an besagten Unglückstagen ist sogar ein wenig niedriger als die an normalen Freitagen.

Die 13 hat keine Chance
Ohnehin scheint das Unglück relativ zu sein. In Italien ist Freitag der 17. ein Unglückstag,  in anderen Ländern ist es Dienstag der 13. Es könnte anstrengend werden, allem vermeintlichen Unglück der Welt aus dem Weg zu gehen.

Gut beraten, wer eher auf Vertrauen als auf Angst setzt. Zum Beispiel auf Gott. Bei ihm fällt nicht einmal ein Spatz auf die Erde fällt, ohne dass er seine Hand darüber hält. (Matthäus 10, 29) Gegen diesen guten Gott kommt keine noch so böse 13 an.

Autor/-in: Joachim Bär