26.12.2024 / Andacht

Ein außergewöhnlicher Stern

Warum der Stern in der Weihnachtsgeschichte nicht nur schmückendes Beiwerk ist. Eine Andacht.

„Stern über Bethlehem“ ist ein bekanntes Weihnachtslied. Tatsächlich aber ist der Stern von Bethlehem vermutlich der vernachlässigste Aspekt der ganzen Weihnachtsgeschichte. Was kann man schon von einem Stern lernen? Er stand nun mal zu Jesu Geburt am Himmel. Was ist da dabei?

Interessant ist, dass dieser Stern genau zur richtigen Zeit am Himmel zu sehen war. Wer sich ein wenig mit Astronomie auskennt, weiß, dass viele Sterne bereits verglüht sind, bevor sie bei uns am abendlichen Himmel zu sehen sind.

Viele Sterne sind hunderte von Lichtjahren von der Erde entfernt, der Polarstern ist etwa 430 Lichtjahre weit von uns weg. Doch was hat das mit Weihnachten zu tun?

Keine spontane Laune Gottes

Weihnachten ist kein Ereignis, das nur Christen etwas angeht. Es betrifft den ganzen Kosmos und ist von langer Hand geplant.

Dass Jesus als Mensch geboren wurde, war keine spontane Laune Gottes, sondern auf den Tag genau vorherbestimmt. So genau, dass Gott exakt zur richtigen Zeit einen neuen Stern am Himmel funkeln ließ.

Und dieser Stern war nicht nur einige Tage zu sehen, mehrere Wochen muss er am Himmel gestanden haben, um die Weisen aus dem Morgenland auf sich aufmerksam zu machen. Sie fanden den Stern so interessant, dass sie in seine Richtung reisten und schließlich Jesus und seine Eltern fanden.

Weihnachten ist kein Ereignis, das nur die Christen etwas angeht. Es betrifft den ganzen Kosmos und ist von langer Hand geplant.

Wie im Science Fiction-Film

Diese Geschichte bietet Stoff für einen Science Fiction-Film: Ein Stern, der Menschen genau zu einem vorherbestimmten Ort führt - Wahnsinn!

Das könnte gut und gerne aus StarWars oder StarTrek stammen. Das ist so abgedreht und fantastisch, dass man es nur schwer begreift.

Noch beeindruckender ist, dass Jesaja dies in einem Bild schon 700 Jahre vor der Geburt Jesu voraussah, als er schrieb: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ (Jesaja 9,1).

Ein Rettungsplan für alle Menschen

Natürlich ist der Text aus Jesaja vor allem symbolisch zu verstehen. Jesaja hatte einen König vor Augen, der endlich wieder Frieden nach Juda bringt.

Aber Gott lässt diese Weissagung Jesajas wahr werden. Er setzt einen Stern als Zeichen an den Himmel, dass Jesus Licht in diese Welt bringt. Aber wozu so viel Aufwand? War der Weihnachtstern wirklich notwendig?

Ja, das war er. Denn Gott war es nicht genug, dass die Juden die frohe Botschaft von Jesus erfahren.

Gott will, dass alle Menschen von seinem Rettungsplan erfahren – und mit den Weisen aus dem Morgenland fängt er an.

Diese gelehrten Leute glaubten wahrscheinlich, dass die Sterne Götter seien. Allein so lässt sich ihr großes Interesse für die Sterne erklären.

Doch Gott bestraft ihren Aberglauben nicht. Er benutzt ihn, um sie zu dem zu führen, der wirklich Macht hat. Und das Unglaubliche passiert – die Weisen erkennen in dem Kind in der Krippe den Sohn Gottes.

Der außergewöhnliche Stern, dem sie gefolgt sind, war nur Wegweiser zu etwas viel Größerem.
 

Autor/-in: Rebecca Schneebeli

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