23.01.2012 / Angedacht

Der geistliche Dresscode

Nicht zu aufreizend, nicht zu gammelig: Für viele Gelgenheiten gilt ein bestimmter Dresscode. Doch was gilt für die Begegnung mit Gott?

Wer nicht einem bestimmten Dresscode entspricht, hat meist keine Chance, in gewisse Etablissements eingelassen zu werden. Das gilt für manche Diskotheken und Bars, genauso wie für Casinos und gehobene Restaurants. Da nützt auch keine Diskussion mit dem Türsteher. Wer nicht passt, bleibt draußen.

Gibt es solche „Dresscodes“ auch für einen Gottesdienst oder für ähnliche Veranstaltungen? Äußerlichkeiten sollten gemäß der Bibel keine besonders große Rolle spielen. Wie sieht es aber mit der inneren Einstellung aus?

David beschreibt einen „geistlichen Dresscode“, der es erlaubt, in die Gegenwart Gottes im Gottesdienst zu treten:

„Nur Menschen, die in allem dem Herrn gehorchen und jederzeit das Rechte tun. Sie denken und reden nur die Wahrheit. Sie machen niemand bei anderen schlecht, tun nichts, was ihren Freunden schadet, und bringen ihre Nachbarn nicht in Verruf.“ Psalm 15,2

Zwei Aspekte sind für David also wichtig. Erstens ein gehorsamer Lebenswandel im Sinne Gottes. Zweitens das gute Zusammenleben mit meinen Mitmenschen.

Das lässt sich sicher nicht als Gesetz einführen. Und aus spontaner Überzeugung würde ich auch niemanden aus einem Gottesdienst ausschließen wollen. Doch sind die Verse von David eine Hilfe für mich. Wenn ich mit Gott und meinen Nächsten im Reinen bin, werde ich auch einen größeren Nutzen von einem jeden Gottesdienst haben – und Gott wird umso mehr geehrt.

Was muss ich also vor dem nächsten Gottesdienst aus der Welt schaffen?
 

Autor/-in: Joachim Bär