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03.01.2008 / Artikel
Dein Wille geschehe... im Himmel und auf Erden
Als Schöpfer und Erhalter des Weltalls hat Gott natürlich alle Macht und Befugnisse, seine Geschöpfe, zu denen auch die Engel gehören, für seine "Projekte" einzusetzen. Dort, in einer Atmosphäre der Heiligkeit und dem Herrschaftsbereich des Allmächtigen wird sein Wille unumschränkt ausgeführt. Aber auf der Erde laufen die Dinge (noch) anders. Da herrscht Eigenwille und es gibt immer wieder dieses Aufbegehren gegen Fremdbestimmung. "Ich mache, was ich will" – heißt der gängige Slogan...
Als Schöpfer und Erhalter des Weltalls hat Gott natürlich alle Macht und Befugnisse, seine Geschöpfe, zu denen auch die Engel gehören, für seine "Projekte" einzusetzen. Dort, in einer Atmosphäre der Heiligkeit und dem Herrschaftsbereich des Allmächtigen wird sein Wille unumschränkt ausgeführt.
"Der Herr hat seinen Thron im Himmel errichtet, als König herrscht er über die ganze Welt. Lobt den Herrn, ihr mächtigen Engel, die ihr seinen Befehlen gehorcht und auf seine Worte hört! Lobt den Herrn, ihr mächtigen Wesen im Himmel, die ihr ausführt, was er euch befohlen hat!"
(Psalm 103,19-21)
Wie im Himmel, so auf Erden
Aber auf der Erde laufen die Dinge (noch) anders. Da herrscht Eigenwille und es gibt immer wieder dieses Aufbegehren gegen Fremdbestimmung. "Ich mache, was ich will" – heißt der gängige Slogan.
Wenn Christen das Vaterunser beten, dann meinen sie an dieser Stelle, dass in derselben Kompromisslosigkeit, wie in der Gegenwart Gottes dieser sein Wille auch auf der Erde zur Ausführung kommen möge.
Das wiederum bedeutet, dass sich hier dafür noch einiges verändern muss. Und da wir nie den Anderen, sondern nur uns selbst wirklich verändern können, fängt die Metamorphose bei mir selbst an.
"Die Welt aber mit ihren Verführungen und Verlockungen wird vergehen. Nur wer den Willen Gottes tut, wird bleiben und ewig leben."
(1.Johannes 2,17)
Jesus
Im Garten Gethsemane, kurz vor seiner Verhaftung, hatte Jesus auch Angst. Natürlich – er war ja auch Mensch! Aber dann konnte er doch beten:
"Mein Vater, wenn es möglich ist, so bewahre mich vor diesem Leiden! Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern dein Wille."
(Matthäus 26,39)
Ein – wie ich finde – starkes Gebet. Er wollte seine eigenen Wünsche zurückstellen und sich ganz dem Plan Gottes hingeben. Nur gut, denn sonst hätte es nie dieses Versöhnungswerk am Kreuz gegeben…
"Nein, Herr"
Eine junge Frau kam in großer Verwirrung zu einem schottischen Pfarrer und fragte, wie sie mit ihren eigenen Wünschen umgehen sollte, wenn sie in einem starken Widerspruch zum Willen Gottes zu stehen schienen.
Er nahm ein Blatt Papier und schrieb zwei Worte darauf. Dann reichte er es ihr mit der Bitte, zehn Minuten still zu sitzen, die Worte zu bedenken, eins davon durchzustreichen und ihm den Zettel zurückzugeben. Sie setzte sich und las: "Nein, Herr".
Welches sollte sie streichen? Sie brauchte nicht lange, um zu erkennen:
Wenn sie "Nein" sagte, konnte sie nicht mehr "Herr" sagen. Und wenn sie ihn "Herr" nennen wollte, konnte sie nicht "nein" sagen.
(aus: Elisabeth Elliot, 100 Ermutigungen)
Folgen
Wenn Gott diese Bitte, dass sein Wille auch hier auf der Erde geschieht, wirklich erhört, dann verändert sich Vieles:
- Die Raser auf der Autobahn fahren wieder rechts;
- Die Scheidungsrichter schulen um auf eine Gärtnerausbildung;
- Mein Chef nimmt mir kurz vor der Stressgrenze einen Packen Arbeit ab;
- Frauenhäuser würden in öffentliche Freizeitzentren umgewandelt werden;
- Väter würden Sätze, wie "Kind, ich habe keine Zeit, mit dir zu spielen" verlernen;
- In Talkshows würden Frauen interviewt, die die Kinder ihrer eigenen Männer zur Welt bringen;
- Diskrepanzen würden konstruktiv und freundlich beigelegt werden;
- Rechtsschutzversicherungen würden nicht mehr gebraucht;
- Feindschaft würde mit tätiger Liebe besiegt werden;
- Mobbing würde wieder ein Fremdwort werden;
- Hilfsbereitschaft wäre an der Tagesordnung;
- Kirchen würden nicht verkauft, sondern neue würden gebaut und
- Du und ich bräuchten keine Psychologen mehr, weil wir eine echte Beziehung zu Jesus Christus hätten, welche uns im Innersten endlich Frieden schenkt.