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23.07.2012 / Andacht / Lesezeit: ~ 2 min

Autor/-in: Ralf Müller

Fremde Welten

Wohin wir in unserer Sehnsucht eigentlich gehen sollten.

In einer kalten und sterilen Welt, die kaum noch substanzielles Seelenfutter bietet, drängen unsere Sehnsüchte mehr denn je nach Erfüllung. Viele und neue Bedürfnisse werden geweckt und kurzfristig befriedigt, doch es bleibt ein stiller und nagender Hunger nach tiefer und guter Ausfüllung unseres Innersten.

Events versuchen, diese Sehnsüchte durch die "Entrückung" in fremde und verzückende Welten zu stillen. Harry Potter und Herr der Ringe sind Paradebeispiele dafür. Vielen wird darin die Möglichkeit geboten, der Welt ein Stück weit zu entfliehen und Zuflucht in einer anderen Realität mit ihren Emotionen und Integrationsfiguren zu suchen. Die Charaktere fesseln, die Handlungen verschlingen den Leser und Zuschauer. Rowling und Tolkien begeistern die Menschen, denn sie haben es geschafft (weit mehr als zu meiner Zeit Enid Blyton), auf packende Weise tiefsitzende Emotionen anzusprechen. In dieser Welt sucht man gern Zuflucht und ein Stück Heimat.

Viele Sehnsüchte bleiben in der heutigen Gesellschaft unbefriedigt, doch der Mensch sucht sich seinen Weg. Die unkritische "Science-Fiction-Mania" aber auch der Zulauf zu sinnlichen Erfahrungen des Buddhismus oder Hinduismus zeigen dies recht deutlich.

Meine Frage ist: Warum spielen der Gott der Bibel und Jesus Christus in Bezug auf Sehnsüchte und tiefe Bedürfnisse keine Rolle mehr? Häufig zeigt sich, dass man diesen Gott nicht mehr kennt und er selten so vermittelt wird, wie ihn die Bibel beschreibt. Das Wissen um Gott erschöpft sich häufig im Jesuskind in der Krippe, dem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und dem ewig präsenten Klinglöckechenklingelingeling.

Dabei haben gerade Gläubige wie Israels König David festgestellt, dass nur der Gott der Bibel unsere Sehnsüchte stillen kann und auch will. David suchte diese Erfüllung bei Gott und fand schließlich in ihm alle Fülle (Psalm 84,3): "Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn, mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott."

In Jesus zeigt sich uns ein Gott, der es gut mit uns meint und uns gerne mit seiner Gnade und seinem Segen beschenkt. Gottes Reichtum ist da und wartet auf Abnehmer.
 

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Kommentare (7)

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Jan W. /

Die Sehsüchte werden sich nur in einer gelebten Beziehung erfüllen. Dazu gehört auch das Tragen der Leiden (Demütigungen) Christi. Das gehört zusammen, das Tragen von Demütigungen und die Erfüllung mehr

Nadine /

Hallo Ute H.,
ist es wirklich so, dass die Menschen immer egoistischer werden? Diese Aussage hört man oft, ist Ihnen das im Vergleich von Früher mit dem Heute aufgefallen? Wenn ich meine Eltern und mehr

Patricia /

Abgesehen davon, dass der Herr der Ringe auf einer symbolischen Ebene sehr christlich ist, finde ich es nicht verwerflich, in Geschichten Ausgleich und Entspannung zu suchen. ALLE Sehnsucht kann das mehr

Sesa /

Danke ! Danke! Danke für diesen Beitrag.
Was mir gerade etwas die Lust an Gemeinde nimmt, ist das seit Jahren anhaltende Leistungsdenken. "Halte Gottes Gebote und arbeite in der Gemeinde mit" so mehr

Miriam F. /

Der Autor zeichnet ein sehr schönes Bild unserer westlichen Welt, und das gemalte Bild zeigt es auch sehr anschaulich, aber es wird lediglich Neugier für die Fülle des Herrn geweckt, es fehlt mir ein wenig der Weg dahin, vielleicht kann es ja eine "Fortsetzung folgt" geben...?

Werner /

Unser Verdrängungsmechanisumus klappt super, wir flüchten täglich, suchen unser "Heil" wie oben beschrieben in Traumwelten, finden uns vielleicht in einer Figur wieder, SCHADE. Als Prädikant habe mehr

Ute H. /

Danke für die Andacht.Gott hat uns erwählt,die wir glauben an SEIN WORT und an JESUS CHRISTUS.Und wenn soviele ihr Heil in anderen Dingen suchen,da hilft vielleicht nur die Fürbitte.
Und wir leben mehr

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