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© Clay Banks / unsplash.com

11.07.2022 / Andacht / Lesezeit: ~ 4 min

Autor/-in: Steffen Brack

So teuer?

Warum die hohen Preise nicht nur unsere Geldbeutel betreffen.

Wichtiger als Geld

Die hohen Preise betreffen aber nicht nur unsere Geldbeutel. Sie weisen uns zuallererst auf etwas ganz anderes hin. Auf etwas, das noch viel wichtiger ist. Wichtiger als Geld? Ja. Wichtiger als Geld.

Hinter den Kulissen der sichtbaren Geschichte

Im Jahr 90 nach Christus – oder ein paar Jahre danach – enthüllt Jesus einem seiner engsten Freunde, dem Johannes: Was hier auf der Erde passiert, das kann nur dann geschehen, wenn ich – Jesus - das zulasse. Denn hinter den Kulissen unserer sichtbaren Geschichte hat er schon lange die Herrschaft angetreten. Die Herrschaft über das ganze Universum. Deshalb bäumt sich alles Böse in der Welt auch noch einmal auf – gegen Jesus (Offenbarung 12,12).

Doch die zerstörerischen Kräfte des Bösen können nur so weit um sich greifen, wie Jesus ihnen das zugesteht. Keinen Millimeter weiter. Der wirkliche Herr über Himmel und Erde ist nur einer: Jesus Christus (Offenbarung 5,12-14). Und alle irdischen Machthaber – auch die, die Böses tun – sie unterstehen alle seiner Herrschaft.

Der wirkliche Machthaber im Universum

In atemberaubenden – und zum Teil erschreckenden – Visionen enthüllt Jesus seinem alten Freund Johannes diese Tatsache: „Jesus ist der König der Könige. Und der Herr über alle Herren.“ (Offenbarung 19,16). Und diese Wirklichkeit ändert alles.

Von einer Vision schreibt Johannes: „Dann brach Jesus [w.: das Lamm] das dritte Siegel auf. Ich hörte, wie die dritte der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« Ich schaute hin, da kam ein schwarzes Pferd. Sein Reiter hielt eine Waage in der Hand. Aus dem Kreis der vier mächtigen Gestalten hörte ich eine Stimme rufen: »Eine Ration Weizen für den Lohn eines ganzen Tages. Oder drei Rationen Gerste für einen Tageslohn.«“ (Offenbarung 6,5-6).

Zur letzten Zeit der Weltgeschichte gehören also auch extrem hohe Preissteigerungen. Das zeigt Jesus dem altgewordenen Johannes hier. Die letzte Zeit: nach den Aussagen von Jesus beginnt sie spätestens mit seiner Rückkehr in die unsichtbare Wirklichkeit Gottes. 40 Tage nach seiner Auferstehung (Matthäus 28,18). Und sie erstreckt sich bis zu dem Tag, an dem Jesus sichtbar wiederkommen wird (Matthäus 24,27-31).

Vier unheilvolle Reiter

Johannes sieht in dieser Vision ein schwarzes Pferd. Und es trägt einen Reiter. Sie gehören zu den vier Reitern der Offenbarung. Die werden auch die Vier Apokalyptischen Reiter genannt. „Apokalyptisch“ deshalb, weil „Offenbarung, Enthüllung“ auf Griechisch „apokạlypsis“ heißt. Und das Buch der Offenbarung hat Johannes im Griechisch des ersten Jahrhunderts abgefasst. Das war damals im Römischen Reich die gebräuchliche internationale Sprache. Etwa so wie bei uns heute Englisch. Der Reiter auf dem schwarzen Pferd ist der dritte Unheilsbringer, der in der Vision von Jesus auftritt.

Sie reiten immer noch …

Der erste sitzt auf einem weißen Pferd. Weiß ist in der Antike die Farbe des siegreichen Feldherrn. Und er hat die anderen drei Reiter in seinem Gefolge. Den auf einem feuerroten Pferd. Der überzieht die Welt mit Krieg, Blut und furchtbarem Gemetzel. Dann folgt der dritte Reiter. Das ist der auf dem schwarzen Pferd. Und er bringt eine ungeheure Inflation auf die Erde. Darauf deutet die „Waage in seiner Hand“ hin.

Und die Preissteigerung ist heftig. „Eine Ration Weizen für den Lohn eines ganzen Tages. Oder drei Rationen Gerste für einen Tageslohn.“ Das ist eine Teuerung um das zehnfache. Ein Kilogramm Tomaten würden bei uns dann nicht mehr 2,-- Euro kosten. Sondern 20,-- Euro. Das ist heftig.

Und der vierte Reiter schließlich hat ein aschfahles Pferd unter sich. Das ist die leichenblasse Farbe der Toten. Und das ist auch der Name des vierten Reiters: Tod. Und er hat die Macht, den Tod über den vierten Teil der Welt zu bringen.

Jesus veranschaulicht mit den vier Reitern jene fatale Verkettung unheilvoller Ereignisse, die seit Jahrtausenden immer wieder von neuem abläuft: ein skrupelloser Machthaber entfesselt Krieg. Und dem folgt unweigerlich eine verhängnisvolle Preisexplosion, die zuerst für die Ärmsten zur tödlichen Gefahr wird. Bis schließlich viele Menschen sterben.

Sie reiten also immer noch: die vier unheilvollen Reiter, die Jesus für seinen engen Vertrauten Johannes so drastisch in Szene setzt. Und genau so auch für uns. Denn was Johannes gesehen hat in den Visionen von Jesus, das hat er alles aufgeschrieben. Damit wir glauben. Und merken, was auf dem Spiel steht.

Es geht um mehr …

Damit wir durch die hohen Preise im Supermarkt und an der Zapfsäule daran erinnert werden: es geht um mehr! Um mehr als um unseren Geldbeutel. Es geht um unser ewiges Schicksal. Das Böse ist besiegt. Seit Jesus am Kreuz gestorben ist. Und durch sein Leben, das er dort geopfert hat, hat er jeden Menschen mit Gott versöhnt. Und wir müssen mit Gott versöhnt werden. Für jeden Augenblick, in dem wir ihn nicht als unseren Gott anerkannt haben.

Und weil das Böse vor 2.000 Jahren von Jesus schon besiegt wurde, bäumt es sich jetzt noch einmal auf. Und wütet in unserer Welt. Aber nur so weit, wie Jesus es zulässt. Und nur so lange, bis Jesus das Böse endlich zum Schweigen bringt. Und zwar für immer.

Und durch all das Furchtbare, das von dem Bösen angerichtet wird – und durch Menschen, die sich dem Bösen zur Verfügung stellen – durch die furchtbaren Auswirkungen des Bösen ruft Jesus uns laut und deutlich zu: Lass Du alles Böse hinter Dir. Und lass Dich versöhnen mit Gott. Glaube an mich. An Jesus. Denn ich bin der Herr aller Herren. Und sonst niemand.

 Steffen Brack

Steffen Brack

  |  Coach Evangelisation & Follow-Up

Theologe und Redakteur, verheiratet, drei Kinder. Begeistert von Gottes unerschütterlicher Liebe.

Ihr Kommentar

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Kommentare (3)

Iris S. /

Ich finde diesen Artikel auch Mega. Die Offenbarung ist für mich das schwerste Buch, nicht leicht zu verstehen. Doch gerade die Erklärung mit den apokalyptischen Reitern ist sehr gut gelungen. Habe mehr

Steffen Brack, ERF Redaktion /

Sehr gerne.

Sabine /

Herr Brack, vielen Dank. Das haben Sie für mich sehr verständlich erklärt!

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