/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Wofür stehe ich
Gedanken von Susanne Thyroff zum Bibeltext Daniel 6,23.
Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten; denn vor ihm bin ich unschuldig, und auch gegen dich, mein König, habe ich nichts Böses getan.
In meinem früheren Kollegenkreis habe ich mich immer mal wieder gefragt: Soll ich mich zu Themen äußern, die ich aufgrund meiner Überzeugungen anders sehe? Soll ich kämpfen, dagegenhalten oder lieber schweigen?
In solchen Momenten habe ich manchmal an Daniel gedacht.
Daniel lebte vor rund 2600 Jahren als verschleppter Israelit im Reich der Meder und Perser. In einer Gesellschaft mit vielen Göttern stand er unter großem Druck, sich anzupassen. Er war Jude und seine ethischen Überzeugungen waren oft sehr unterschiedlich zu dem, was er bei den Menschen um ihn herum sah.
Daniel fällt nicht dadurch auf, dass er gegen etwas ist. Im Gegenteil:
In diesem schwierigen Umfeld zeichnet sich aus durch seine Klugheit und Exzellenz im Beruf. Er ist integer, ohne Fehlverhalten und unerschütterlich treu Gott gegenüber. Er lebt ein vorbildliches Leben und gerade deshalb genießt er das Vertrauen des Königs. Und als Daniel wegen seiner Treue zu Gott und seinen Geboten in der Löwengrube landet, erfährt er: Gott lässt ihn nicht im Stich.
Für mich heute heißt das: Auch wir leben in einer pluralen, oft glaubensfernen Gesellschaft. Vielleicht sollten Christen nicht zuerst dafür bekannt sein, wogegen sie sind. Sondern dafür, wofür sie stehen.
Daniel stand für Weisheit. Für Zuverlässigkeit. Für Integrität. Und für einen Glauben, der sein ganzes Leben durchzog.
Wenn Menschen an mich denken, wünsche ich mir, dass sie wissen, wofür ich stehe und nicht wogegen ich bin.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Ein inspirierender Anstoß für den Tag. Eine ermutigende Änderung meiner Sichtweise und ein Impuls, der mich selbst dazu führt, das Gute in mir zu zeigen und auf das Gute bei anderen zu achten. Vielen Dank dafür und einen gesegneten Tag.