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/ Lied der Woche

Weiß ich den Weg auch nicht (6/7)

Eine evangelische Märtyrerin und ihre Rolle bei der Verbreitung dieses Liedes

Die Sendung ist nur noch Heute verfügbar. Aus rechtlichen Gründen wird der Download nicht angeboten.

„Weiß ich den Weg auch nicht“ – Anna Maria Stein begleitet uns durch die Woche mit einem Lied aus der Feder von Hedwig von Redern. – Im Frühjahr 1919 hat das Lied eine Rolle im Lettischen Unabhängigkeitskrieg bekommen. Die deutschbaltische Sängerin Marion von Klot hatte das Lied im Neujahrsgottesdienst 1916 kennengelernt und sich zu eigen gemacht; ihr Gemeindepfarrer hatte den Text mit der Melodie von John Baccus Dykes verbunden. Drei Jahre später, nach der Einnahme Rigas durch die Bolschewiki und der nachfolgenden Inhaftierung zahlreicher Letten und Deutschbalten, wurde das Lied für viele überlebenswichtig. Marion von Klot hat es allabendlich im Zentralgefängnis von Riga gesungen – sich selbst und ihren Mitgefangenen zum Trost. Bis zum Tag der Exekution, an dem die Sängerin und 32 weitere Inhaftierte erschossen wurden. In Marion von Klots Neuem Testament fand sich später ein Zettel, auf dem sie aus dem Gedächtnis den Text und die Melodie des Liedes festgehalten hatte.

Über die Grenze des Todes hinaus kann niemand blicken. Ob und wie der Weg dort weitergeht, ob es überhaupt ein Danach gibt – darüber sind viele Menschen im Zweifel. Sie wüssten es gerne. Und sie können etwas darüber in Erfahrung bringen. Jesus Christus ist dabei die Schlüsselperson. Jesus hat nicht nur Tote zurück ins Leben gerufen, hat nicht nur einzelnen Menschen ein Stück Verlängerung verschafft. Jesus ist der Einzige, der die Erfahrung des Todes selbst durchlebt und erlitten hat und danach zu einer neuen Art von Existenz wiedererweckt worden ist. Der Tod ist Teil dieser Welt – das ewige Leben, von dem Jesus gesprochen, das ist von anderer Qualität und gehört in eine neue Welt.

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