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Volkstrauertag erinnert an Opfer von Kriegen
Gelegenheit zu Einkehr und Besinnung – oft an und in Kirchen.
„Leiden zu lindern, Wunden zu heilen, aber auch Tote zu ehren, Verlorene zu beklagen, bedeutet Abkehr von Hass, bedeutet Hinkehr zur Liebe, und unsere Welt hat die Liebe not.“ Mit diesen Worten erinnerte der damalige Reichstagspräsident Paul Löbe (SPD) 1922 im Berliner Reichstag an das Leid der Menschen im und nach dem Ersten Weltkrieg. Anlass war die erste Feierstunde zum Volkstrauertag. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte den Gedenktag für die gefallenen Soldaten angeregt.
Heute erinnern die Menschen in Deutschland mit dem "stillen Feiertag" zwei Sonntage vor dem ersten Advent an alle Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden wehen auf Halbmast, Tanz- und Musikveranstaltungen sind nur mit Einschränkungen erlaubt. Die Zentrale Gedenkstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages unter Schirmherrschaft der Bundestagspräsidentin wird live im deutschen Fernsehen übertragen.
Wie es zu diesem Gedenktag kam, und warum die Kirchen dabei heute eine wichtige Rolle spielen, hören Sie im Beitrag von Miri Langenbach. (Beitragstext mit freundlicher Genehmigung von Oliver Vorwald, Hörfunkreferent und Radiopastor, Evangelische Kirche im NDR (Redaktion Hannover).
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Liebe Frau Langenbach und allen MitarbeiterInnen des ERF,
danke für den Text. Ich wusste es nicht, woher der Volkstrauertag kommt.
Die Befreiungskriege finde ich wichtig, weil Napoleon ganz … mehrPreußen besetzt hatte. Aber den 1. Weltkrieg hätte man vermeiden können durch Diplomatie und der 2. Weltkrieg kam auch u.a. als Folge des 1. Weltkrieges, meine ich. Jetzt haben wir so viele tote Soldaten wie nie zuvor und die betroffenen Menschen können es gar nicht betrauern.
Viele Grüße
Gerlinde V.