/ Lied der Woche
Sonnengesang (2/7)
Albert Frey hat Franz von Assisis Gedicht neu vertont. Entstanden ist es im größten Leid.
Der Sonnengesang – interpretiert von Andrea Adams-Frey, komponiert von Albert Frey nach dem Gedicht von Franz von Assisi.
Der Sonnengesang ist ein Text voller starker Bilder: der strahlend schöne Glanz der Sonne, das Feuer, dass die Nacht erhellt, die bunten Blumen des Feldes. Dabei konnte Franziskus, als er diese Zeilen schrieb, all diese Dinge nicht mehr sehen. Er war zu dem Zeitpunkt vollständig erblindet. Außerdem plagten ihn weitere gesundheitliche Probleme. Einen Teil des Gedichts schrieb Franz von Assisi kurz vor seinem Tod, wahrscheinlich hat er schon geahnt, dass er nicht mehr lang zu leben hatte.
Mich beeindruckt die Fröhlichkeit, die aus diesem Gedicht sprudelt: Die Begeisterung für einen Schöpfergott, der wunderbare Dinge geschaffen hat. Und der ewiges Leben schenkt, selbst dann, wenn das irdische Leben zu Ende geht.
Fröhlich sein, über die Schöpfung staunen und Gott preisen: das geht – so zeigt der Sonnengesang – auch dann, wenn das Leid einen fest im Griff hat. Mich beeindruckt das. Ob ich so loben könnte, wenn ich blind und sterbenskrank wäre? Ich weiß es nicht.
Das Video zum Lied
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