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„Ich habe für dich gebetet …“
Mihamm Kim-Rauchholz fragt, warum viele Christen an ihrem Heil zweifeln.
Was hat es für Petrus zu bedeuten, dass Jesus Christus ihm versichert: „…ich habe für dich gebetet...“ Lukas 22, Vers 32? Und was bedeutet es für heutige Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu Christi? Darüber macht sich die Theologin Mihamm Kim-Rauchholz Gedanken. Sie unterscheidet zwischen Dogma und Beziehung und sagt, nur die lebendige Beziehung eines Menschen mit Jesus Christus bringt die Rettung.
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Natürlich ist es ein Herzensanliegen von Jesus, für die Seinen zu Beten, damit ihr Glaube nicht aufhöre. Doch der Grund für dieses Gebet von Jesus liegt nicht nur in Seiner Liebe und Fürsorge, … mehrsondern der Grund liegt selbstverständlich auch in uns, nämlich in unserer Schwachheit. Wenn wir nicht schwach wären, müßte Jesus nicht für uns Beten. Schwach sein bedeutet, daß wir uns an diese vergängliche Welt binden und erwarten, daß wir Gutes erfahren, daß wir gute Tage haben bis an unser Lebensende. Schwach sein bedeutet, daß wir uns gut fühlen, wenn unser Leben gelingt, wenn unser Lebensalltag in unserem Sinn und nach unseren Bedürfnissen gut läuft. Die Grenze aber zur Nachfolge Jesu besteht darin, ob wir noch irdisch gesinnt sind oder ob wir uns bewußt sind, daß unsere Heimat der Himmel ist. (Philipper 3,19f.) Viele Anfechtungen im Leben von Christen haben ihre Ursache darin, daß wir diese Welt lieb haben, daß wir gerne im Segen Gottes leben, damit wir ein „normales Leben“ führen und die irdischen Güter genießen können. Wenn aber diese Wirklichkeit Risse bekommt, z.B. durch Krankheit oder andere Einschnitte und Brüche, dann verstehen wir Gottes Handeln und Seine Wege nicht. Jesus will uns als Bürger der neuen Welt unserer eigentlichen Berufung gewiß machen. Tatsächlich liegt an der Beziehung zu Jesus alles. Und wenn Jesus für mich betet, darf ich mir auch sicher sein, daß ER mich ans Ziel bringen wird. (Philipper 1,6) Zugleich gilt das Wort des Paulus in Apostelgeschichte 14,22.