/ Wort zum Tag
Gottes Zielperspektive
Die Bibelstelle Philipper 2,11 – ausgelegt von Ulrich Ahrens.
Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Es soll Menschen geben, die hören oder schauen sich die täglichen Nachrichten schon gar nicht mehr an. Sie erwarten nichts Gutes mehr.
„Was soll denn schon werden?“, fragen sie. Diese Welt steuere doch nur auf immer mehr Chaos und Elend zu. Das wolle man nicht täglich auch noch vorgeführt bekommen.
Das Wort aus dem Philipperbrief lehrt uns jedoch einen ganz anderen Blick: „Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“. (Philipper 2,11)
Dieser Satz ist der letzte Gedanke in dem berühmten Christuslied, das der Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi zitiert.
Der Anlass für den Apostel, dieses zu erwähnen, sind seine Beobachtungen, wie die Gemeinde miteinander lebt. Da sei trotz allem Vorbildlichen immer noch Luft nach oben, meint er. So stellt er der Gemeinde Jesus Christus vor Augen; Jesus, der sich selbst hingab, das Kreuz nicht scheute, um uns zu retten. Sein Weg sei ein Vorbild für das gemeinsame Leben in der Gemeinde.
Doch in diesem Lied, das Paulus zitiert, geht es dann noch einen entscheidenden Schritt weiter: Der Blick richtet sich auf die Zukunft, die Gott bereitet.
Gottes Zukunft mit dieser Welt und mit uns Menschen geht weit über die Perspektive wie z.B. die der UNO hinaus. Diese hat sich zum Ziel gesetzt für eine Welt ohne Waffen und Konflikte zu arbeiten.
Gott selbst wirkt darauf hin, dass ausnahmslos alle Zungen – und das sind alle Menschen dieser Erde – dass diese alle mit ihren Stimmen laut und freudig bekennen werden: Einer ist Herr, einer allein – der Herr Jesus Christus.
Darauf also steuert unsere Welt zu! Kaum zu glauben und unvorstellbar für uns angesichts der sich immer wieder überstürzenden Nachrichten unserer Tage.
Doch es ist ja zu fragen, wer hier den längeren Atem hat, wer schließlich in dieser Welt die Oberhand behält.
Der unser Vater im Himmel geworden ist durch Jesus Christus, der hat sich dieses Ziel vorgenommen, dass einst alle Zungen Jesus als Herrn bekennen.
„Die Mächtigen [dieser Welt] kommen und gehen, und auch jedes Denkmal mal fällt“ – so heißt es in einem Lied von Jörg Swoboda. Die Fortsetzung der Liedzeile lautet dann: „Bleiben wird nur, wer auf Gottes Wort steht, dem sichersten Standpunkt der Welt“.
Dieser Tag kommt also, so sicher wie das Amen in der Kirche, an dem von allen gemeinsam das „Halleluja“ angestimmt wird.
Der Seher Johannes beschreibt es im Buch der Offenbarung so: „Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (Offenbarung 5,13)
Wir brauchen vor dem Geschehen in dieser Welt nicht die Augen verschließen und uns die Ohren zustopfen.
Denn unsere Zeit steuert allem, was wir täglich zu sehen und zu hören bekommen zum Trotz, auf diesen großen Lobpreis Gottes zu.
Darin dürfen wir uns heute schon üben im Gottesdienst unserer Gemeinden.
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