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/ Herz + Mund

„Eine Kirche“

Martin Buchholz kommentiert ein Lied aus der Reihe „HERZ+MUND“.

Es war ein besonderer Moment, der mich bis heute begleitet. Ein Erlebnis bei einem Gottesdienst auf dem Kirchentag. Ich stand mitten in einer großen Menschenmenge, als alle um mich herum zu sprechen begannen. Menschen aus einem Dutzend Nationen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa beteten in ihrer Sprache alle zusammen das Gebet, das sie von Jesus gelernt haben: Das „Vater unser“.

Wir verstanden die Sprachen der anderen nicht, aber wir alle sagten im gleichen Rhythmus die gleichen Worte: „Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name! Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden …“ Selten habe ich mich mit anderen Christen aus aller Welt so eng verbunden gefühlt wie in diesem Moment.

Die Geschichte erzähle ich Ihnen nicht nur, weil am 21. Februar „Internationaler Tag der Muttersprache“ ist. Sondern weil ich damals neu verstanden habe, was das ist und wie sich das anfühlt: die weltweite Kirche Jesu Christi. Ein kunterbunter Haufen von Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen, die doch verbunden sind durch ihr Vertrauen auf die Liebe Gottes, die allen Menschen gleichermaßen gilt.

Darum können Christen keine Nationalisten sein. In Gottes weltweiter Kirche gibt es kein „America first“ und auch kein „Deutschland den Deutschen“. Wir sind über alle Grenzen hinweg vereint in der Hoffnung auf Gottes Revolution der Liebe und beten in tausend Sprachen gemeinsam: „Dein Reich komme!“

Der Song zum Impuls

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Kommentare (1)

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Annette B. /

Ein schöner Hinweis für die Wahl heute! Danke!