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Biblische Diagnose: Ausgebrannt
Auch biblische Persönlichkeiten waren schon stressgeplagt und sind im Burnout gelandet.
Burnout ist nicht erst ein Problem der Gegenwart. Das gab‘s auch schon in der Antike, d. h. zu biblischen Zeiten. Wobei die Diagnose „Ausgebrannt“ etwas unscharf ist – oder vielmehr: Sie bezeichnet eine Gemütsverfassung, die sehr unterschiedliche Ursachen haben kann und folglich auch unterschiedlicher Therapien bedarf.
Markus Baum macht das an drei denkbar unterschiedlichen biblischen Gestalten deutlich: an Hiob, dem Dulder; an Elia, dem energiegeladenen Propheten; und an Thomas, dem notorischen Zweifler und Bedenkenträger.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Ich habe als akut Burnout-betroffene Christin gerade Ihren Beitrag gehört und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie sowohl die verschiedenen, z.T. schwerwiegenden, Erkrankungen nicht … mehrwirklich ernst nehmen, als auch die Kompetenzen von Ärzten und die Notwendigkeit einer Behandlung herunterspielen.
Wie Sie selber sagen, ist Ihr erstes Beispiel Hiob ist beim besten Willen kein Fall von Burnout.
Und wie soll ich Ihre Aussage über Menschen deuten, die ihre Erschöpfung zum Ausdruck bringen? Dies nicht als Hilferuf auffassen? Denn "Totgesagte leben ja länger"?
Leider kann ich auch nicht nachvollziehen, was Sie mit Ihrem Beispiel von Elia ausdrücken möchten. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, ja. Aber eben auch nur der erste.
In Thomas interpretieren Sie ebenfalls einen Burnout, ohne das mir klar ist, wie Sie dazu kommen. Wegen eines Satzes? Diesen Satz kann man auf unterschiedliche Weisen lesen. Vielleicht ist er als Ergebenheit in Jesu Entscheidung zu verstehen oder als Protest dagegen.
Einen Burnout sehe ich hier nicht.
Was ist nun die Quintessenz Ihres Betrags?
Wer "richtig" an Gott glaubt, bekommt keinen Burnout? Oder soll sich nicht so anstellen?
Oder andersrum: Glaube an Gott und schon bist du vom Burnout befreit?
Diese Ansicht kann ich leider nicht teilen. Gott steht uns bei, auch in unseren Belastungen und Erkrankungen. Und es tut mehr als gut, IHN an unserer Seite zu wissen. Was aber erstmal nichts an der Realität der Erkrankung ändert....