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/ Wort zum Tag

Ein Hoch auf Gott

Die Bibelstelle Nehemia 9,5 – ausgelegt von Volkmar Glöckner.

Steht auf! Lobet den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe seinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm!

Nehemia 9,5

„Steht auf! Lobet den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe seinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm!“ (Nehemia 9, 5)

Diesen Aufruf zum Gotteslob finden wir im Buch Nehemia im ersten Teil der Bibel. Nehemia berichtet von der wunderbaren Wende in der Geschichte des Volkes Israel, als Gott sein Volk aus dem Exil in Babylonien zurückführt in ihre Heimat und es ermöglicht, dass die Stadt Jerusalem und sogar der Tempel wieder aufgebaut werden. Parallel zum Wiederaufbau der Stadt kommt es aber auch zu einer inneren geistlichen Erneuerung: Israel öffnet sich für das Wort Gottes und lässt sich von Gott berühren und herausfordern. Der Priester Esra liest dem aufmerksamen Volk stunden- ja, tagelang vor aus der Tora, dem Buch des Gesetzes des Mose, und erklärt, was das Gelesene bedeutet. Und die Israeliten verstehen, was ihnen vorgelesen und erklärt wurde. Mehrfach betont Nehemia das. Die Folgen sind erkennbar: Da sind Tränen der Betroffenheit zu sehen, Schuld wird bekannt, Freude bricht aus. Die Bereitschaft wächst, Gottes Gebote zu halten und Gottes Willen zu tun. Und die geistlichen Leiter ermutigen das Volk:

„Steht auf! Lobet den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe seinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm!“

Wer beginnt, Gottes Wort zu verstehen, der beginnt zu begreifen, dass Gott, der Herr, nicht irgendein unsichtbares Wesen oder eine unpersönliche Kraft ist, sondern einen Namen hat, der sein Wesen widerspiegelt. Wer beginnt, sich für Gottes Reden zu öffnen, der erfährt, wie dieser Gott sich ihm mehr und mehr zu erkennen gibt und wie eine Beziehung wächst, eine Beziehung der Liebe und des Vertrauens.

Aber wer ist dieser Gott, der um unser Vertrauen wirbt? Und wie ist sein Name? Wir brauchen uns von ihm keine Vorstellung machen, denn er stellt sich selbst vor.

Am eindrücklichsten wird uns das berichtet im 2. Buch Mose im Alten Testament, als Gott sich Mose zu erkennen gibt. Mose strandet nach einer langen dramatischen Vorgeschichte in der Wüste. Und plötzlich begegnet ihm der lebendige Gott und beruft ihn, das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zu führen.

Bisher kennt Mose Gott nur als den Gott seiner Väter, als den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Doch da in der Wüste an einem Dornbusch, der brennt, ohne zu verbrennen, da hat Mose selbst eine Begegnung mit dem Gott seiner Väter. Und diese Begegnung verändert alles. Mose fragt nach Gottes Namen. Und Gott sagt: Ich bin der „ich bin“! Das bedeutet: Der Ewige; der, der immer da war und immer da ist und immer da sein wird; der treu ist und zuverlässig; der nicht im Stich lässt; der hält, was er verspricht. Mose beginnt, Gott persönlich kennenzulernen. Die Bibel berichtet, dass sich zwischen Gott und Mose eine unvergleichliche Freundschaft entwickelt.

Als viele Jahrhunderte später Jesus, der Sohn Gottes, auf die Erde kommt, bringt er die gute Nachricht, dass jeder Mensch ein Freund Gottes werden kann. In Jesus wird Gott Mensch. Jesus sagte: Wer mich sieht, sieht den Vater. Ich und der Vater sind eins. Und als er sich den Menschen bekannt macht, gebraucht er genau die Worte, mit denen Gott sich Mose bekannt macht: Ich bin – ich bin der Weinstock, ich bin der Weg, die Wahrheit, das Leben, ich bin die Auferstehung, ich bin der gute Hirte, ich bin das Brot des Lebens. Und er nannte seine Jünger Freunde, die, die seinem Wort vertrauten und es befolgten.

Gott hat einen Namen. Er ist sogar Mensch geworden, um sich uns bekannt zu machen und sich persönlich vorzustellen. Es ist wahrlich ein Unterschied, ob ich nur glaube, dass es Gott gibt – vielleicht –, oder ob ich Gott persönlich und mit Namen kenne und eine Freundschaft mit ihm pflege.

„Steht auf! Lobet den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe seinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm!“

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