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Trittfest leben

Christa Weik über 2. Samuel 22,37.

Du gibst meinen Schritten weiten Raum, und meine Knöchel wanken nicht.

2. Samuel 22,37

Vor längerer Zeit wurde ich aufgrund anhaltender Schmerzen in der Wirbelsäule mit einer Einspritzung in die Problemzone mit Erfolg behandelt. Die Schmerzen ließen nach, die Entzündung ging zurück. Doch nach etwa drei Wochen stellte sich eine unangenehme Nebenwirkung ein: Meine Fußgelenke waren in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt; ich ging sehr unsicher und kam mir vor wie eine Ente, die „watschelt“.

Nicht sicher auftreten können kann auch eine andere Ursache haben. Es kommt auf den Untergrund an, auf dem ich gehe. Ein Beispiel: Wenn ich im Murnauer Moos auf den Holzbohlen laufe, bin ich sicher. Wenn ich sie jedoch verlasse, um eine bestimmte Pflanze aus nächster Nähe durch das Vergrößerungsglas zu betrachten, habe ich keinen festen Tritt mehr und muss damit rechnen, langsam, aber sicher im Moor zu versinken.

Wir werfen einen Blick zurück zu David, der vierzig Jahre als König regierte. In seinem Danklied für Gott sagt er in 2. Samuel 22, Vers 37: „Du gibst meinen Schritten weiten Raum, und meine Knöchel wanken nicht.“

Seine Aussage erstaunt mich. Wieviel Not hatte David durch die Eifersucht und den Neid seines Vorgängers, König Saul, erlitten: etwa zehn Jahre auf der Flucht vor ihm, ohne Heimat dauernd unterwegs! Als König stand David in Auseinandersetzungen mit den Herrschern anderer Völker. Und im Inneren seines Landes gab es schwierige Herausforderungen – bis in seine eigene Familie hinein.

Wie kommt David im Rückblick darauf zu dem Bekenntnis: Mit Dir, Gott, kann ich trittfest leben? Und welche Tipps gibt er uns damit für unseren Alltag?

  1. David pflegt ein Vertrauensverhältnis mit dem lebendigen Gott. Er lebt mit seinem Herrn auf Du und Du und weiß sich von ihm gehalten und geführt. Zu Beginn seines Liedes spricht David von Gott in Bildern: mein Fels, meine Burg, meine Zuflucht, mein Heiland.
  2. David spricht mit seinem Gott, denn eine Beziehung lebt vom Reden miteinander und vom gegenseitigen Zuhören. Er spricht über all das Gute, das er mit Gott erlebt hat, sowie über all die Schwierigkeiten, die er bewältigen musste. Und seine Schuld vor Gott und Menschen bekennt er, auch wenn er sich dazu innerlich überwinden muss.
  3. David erkennt im Rückblick Gottes Handeln und seine Bewahrung: Du gibst mir weiten Lebensraum, in dem ich sicher gehen kann. David begreift: Ich habe Gottes Hilfe erfahren. Als Werkzeug in seiner Hand bezeuge ich: Der Herr führt seine Pläne mit seinem Volk, mit dieser Welt und mit mir aus.

Ich fasse Davids Tipps zum trittfesten Leben zusammen:

  1. Es gilt, im Vertrauen zum lebendigen Gott in einer persönlichen Beziehung zu leben. Dazu ist sein Sohn Jesus Christus als Mensch in diese Welt gekommen.
  2. Ich kann und soll mit meinem Herrn über alles reden, keinen Lebensbereich ausklammern. 
  3. Ich will auf die Erfahrungen, die ich in der Vergangenheit mit meinem Herrn gemacht habe, zurückschauen. Daraus gewinne ich Kraft und Zuversicht, mich der heutigen, vielleicht schwierigen Situation mutig zu stellen. Auch wenn ich unsicher bin und den nächsten Schritt noch nicht erkenne, will ich es üben zu sagen: „Herr, ich vertraue dir. Du bist der, der den Wolken, der Luft und den Winden Wege, Lauf und Bahn gibt. Du wirst auch heute für mich Wege finden, die mein Fuß sicher gehen kann.“

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Kommentare

Schwester Christa Weik /

Bitteschön, liebe Frau K.! Freut mich, wenn Sie durch Gottes Wort ermutigt werden!

Ilse K. /

Vielen Dank liebe Schwester Christa Weik für ihre schönen, mutmachenden und hoffnungsvollen Worte!