/ Das Gespräch
„Gott, was soll das?“
Nach einem schweren Unfall kämpft Marc-Aurel Nerlich mit Glaubenszweifeln.
Juli 2013: Der Theologiestudent Marc-Aurel Nerlich genießt es, auf seinem Motorrad unterwegs zu sein. Doch dann verunglückt er so schwer, dass er für drei Wochen in ein künstliches Koma versetzt wird. Die Zeit danach ist geprägt von starken Schmerzen und vielen Operationen. Zurück bleiben dauerhafte körperliche Einschränkungen – dazu kommt eine tiefe Glaubenskrise.
„Wie kann ein Gott der Liebe mir dieses Desaster zumuten?"
Diese Frage stellt sich Nerlich nach dem Unfall immer wieder. Der 22-Jährige will von Gott zunächst nichts mehr wissen. Statt Gebet setzt er auf Eigeninitiative: Er trainiert verbissen, um seine Selbstständigkeit zurückzugewinnen. Dennoch ist er bis heute auf Unterstützung und Hilfe angewiesen, kann zum Beispiel nicht allein essen. Die Narben seiner Operationen lösen Scham und Minderwertigkeitsgefühle aus – lange fällt es ihm schwer, ins Schwimmbad zu gehen.
Von der Anklage zurück zum Glauben
Wie aus dem zweifelnden jungen Mann ein Pastor, Ehemann und Vater wurde, das erzählt Marc-Aurel Nerlich im Gespräch mit Simone Nickel. Er spricht offen über den Weg von der Anklage Gottes bis zur Kanzel – und auch darüber, was ihm heute die Kraft gibt, sich mit seinen Einschränkungen zu zeigen, anstatt sie zu verstecken.
Seine Geschichte hat Nerlich ausführlich aufgeschrieben – im Buch ‚ZERBROCHEN: Zwischen Koma und Realität'. Auszüge daraus finden sich außerdem im Sammelband ‚Vom Leben verwundet. Von Gott verwandelt.'
Darum geht's in der Sendung:
- Der Unfallhergang im Sommer 2013 und seine gesundheitlichen Folgen
- Die Glaubenskrise: Warum lässt Gott Leid zu?
- Der lange Weg zurück – körperlich und geistlich
- Umgang mit Minderwertigkeitsgefühlen
- Marc-Aurel Nerlichs Leben heute als Pastor und Familienvater
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