/ Das Gespräch
Gott, hast du geschlafen?
Thomas Dauwalters 17-jährige Tochter kam durch einen betrunkenen Autofahrer ums Leben.
Am 26. Juli 2004 klingeln Polizeibeamte Thomas Dauwalter und seine Frau aus dem Schlaf. Sie müssen den Eltern mitteilen, dass ihre Tochter Michaela mit dem Roller tödlich verunglückt ist. Ein Autofahrer kam auf ihre Fahrbahn und hat sie frontal erfasst.
Wo war Gott in dieser Nacht? Warum hat er Michaela nicht beschützt? Diese Fragen kreisen in den Gedanken von Thomas Dauwalter. Als Pastor und theologischer Dozent hat er oft über die Liebe Gottes gesprochen. Das kann er nun nicht mehr.
Von seinem Trauerprozess, neuen Glaubenserfahrungen und seinen Begegnungen mit dem Unfallverursacher – erzählt Thomas Dauwalter im Gespräch mit Laura Stephan. Seine Geschichte ist auch Teil des Buches „Wo Zukunft wachsen kann“.
Die Redaktion der Sendung hatten Maria Dietz und Simone Nickel.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Guten Tag Herr Dauwalter
Soeben habe ich ihre Erfahrungen rund um den Verlust eurer Tochter in "Das Gespräch" angehört. Die "Leichtigkeit" die in ihren Worten dennoch mitschwingt, weiss ich Gottes … mehrGnade zuzuschreiben.
Es ist ein ewiges Wunder was uns Gott in solchen Zeiten erleben lässt und wie Er Seine Liebe wie einen Schleier aus Gold über uns legt.
Den Verlust eines Kindes (in unserem Fall eines Pflegesohns und zwei unserer eigenen Kinder) haben wir auch erlebt und beim Zuhören merkte ich, dass es einiges gibt, das wir ganz ähnlich durchlebt haben.
Unsere Tochter besuchte zwei Tage vor ihrem überraschenden Tod eine Evangelisation. Als sie nach Hause kam, war sie sehr nachdenklich und sagte schliesslich: "Mami, schaut ihr auch ernsthaft nach den fragenden Menschen? Auch noch nach Monaten...? Wieviele von denen die heute dort waren werden wir wohl im Himmel antreffen."
Das war nur eines der vielen "Zeichen" die Er mir rund um den Tod von Miriam schenkte und die Er nutzte um meiner Seele in Seiner Hand Ruhe zu geben.
Es gäbe soviel zu erzählen...
Etwas das mich beim Zuhören zum Schmunzeln brachte, war "der Gruss in den Himmel"... ich kenne dies auch, und ab und zu lache ich dabei und sage zu Ihm: "Du weisst ja schon was du mit dem Gruss oder der Bitte sie zu segnen anfangen sollst." Und dann habe ich öfter dieses Gefühl als würde Er Seine Hand auf meine Schulter legen und verstehend und tröstend lächeln.
Danke für ihre Worte.
Herzliche Grüsse Irene