/ Bibel heute
Engel halten Winde auf
Der Bibeltext Offenbarung 7,1-8 – ausgelegt von Wolfgang Helming.
Danach sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind über die Erde blase noch über das Meer noch über irgendeinen Baum. Und ich sah einen andern Engel aufsteigen vom Aufgang der Sonne her, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief mit großer Stimme zu den vier Engeln, denen Macht gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zu tun: Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen.[...]
Gottes Allmacht über die Winde
In diesen 8 Versen aus der Offenbarung sehe ich die Allmacht Gottes und seine Fürsorge für all diejenigen, die zu ihm, die zu Gott gehören. Die Engel halten die Winde auf, sodass es keinen Wind gibt auf der Erde, für wie lange ist nicht bekannt. Auf jeden Fall für so lange, wie es braucht, die Knechte, Diener des Herrn zu versiegeln.
Die Winde sollen die Erde und das Meer beschädigen, aber erst, wenn Gott den Befehl dazu gibt. Gott ist der Herr über die Winde. Er ist der Herrscher, nicht der Mensch. Die Menschen können vieles beeinflussen, positiv wie negativ, aber sie stehen nicht über Gott. Gott hat die Macht, er allein ist der Herrscher über alles.
Die Engel stehen und warten, bis das Kommando kommt, so lange bleibt es windstill auf der Erde. Wenn die Zeit dafür gekommen ist, wird Gott handeln und seine Befehle erteilen.
Menschen fragen: Stimmt das, was dasteht? Wer sagt denn, dass Gott das auch tut?
Die Bibel als verlässliches Buch
George Hadley, ein britischer Rechtsanwalt, beschäftigt sich mit Meteorologie. Er sucht nach einer Erklärung, wie die Passatwinde funktionieren. Im Buch Prediger 1,6 schreibt Salomon, „der Wind geht nach Süden und wendet sich nach Norden; sich wendend und wendend geht er, und zu seinen Wendungen kehrt der Wind zurück.“
Das heißt, es gibt diese Winde nur von Süden nach Norden, aber nicht von Westen nach Osten. Im Jahr 1735 veröffentlicht Hadley einen Aufsatz mit der Theorie von der Hadley-Zelle, wie die Theorie später genannt wird.
Ob ihm die Bibel dabei als Grundlage gedient hat? Die Bibel wurde durch die Forschungen und Beobachtungen von Hadley auch ein Stück bestätigt.
Wie vielen Menschen hat die Bibel schon in großen Nöten geholfen, so manch einer hat Verse auswendig gelernt in der Sonntagsschule und dann als Erwachsener helfen ihm diese Verse, in der eigenen Not nicht unterzugehen.
Menschen sehen, dass die Bibel ein zuverlässiges Buch ist. Es gibt den Menschen Hilfestellungen im täglichen Leben, wenn sie darin lesen und sich danach richten. Der Text aus der Offenbarung gibt uns zwar keine direkte Hilfestellung, aber er zeigt den Menschen die Macht Gottes und seine Fürsorge für die, die zu ihm gehören.
Gottes Schutz für die, die zu ihm gehören
Menschen machen sich oft Sorgen: Was wird noch kommen und wie sieht die Zukunft aus? Angesichts der Probleme auch in unserem Land sind diese Fragen sicher berechtigt. Die Bibel gibt den Menschen keine Antwort auf diese konkreten Probleme, aber Gott zeigt den Menschen den Weg auf, den sie gehen können, um durch diese Zeiten hindurch bewahrt zu bleiben. Gott schützt die Menschen, die zu ihm gehören. Er versiegelt all die, die ihn im Herzen tragen. Die Zahl 144.000 ist keine endgültige Zahl, sie ist eher als ein Symbol zu verstehen. Aus allen 12 Stämmen Israels werden sie sein und aus den verschiedenen Nationen. Gott sieht hier die vollkommene Gemeinde aus Israel und allen Nationen in einer unzählbaren Schar.
Gott versiegelt die Menschen, die ihn im Herzen tragen, nicht alle Menschen. Wenn die Zeit gekommen ist und die Winde die Erde und das Meer beschädigen, dann werden auch Menschen Schaden leiden, die Menschen, die nicht zu Gott gehören.
Der Text zeigt, Gott weiß, was er tut und er ist gerecht. Wer sich zu Gott bekennt, den wird Gott bewahren, das ist sicher.
Ich bin vor ein paar Monaten mit einem alten Kombi in die Waschanlage gefahren, nach dem Waschen bin ich zu der Staubsaugeranlage gefahren. Ich bin auf einen Platz zu gefahren, aber das Auto hielt nicht an. Ob das Gaspedal geklemmt hatte oder ich zu spät vom Gas ging, ich weiß es nicht – auf jeden Fall bin ich gegen die Anlage gefahren und eine Querstrebe ist gegen das Auto gekracht. Die Windschutzscheibe ist in zig Teile gesprungen, aber sie ist nicht ins Auto gefallen. Der Stahlrahmen hat die Scheibe gehalten. Das Auto war ein Totalschaden und wurde verschrottet. Ich bekam einen Schrecken, mehr nicht. Es ist keine Scherbe auf meinen Kopf geflogen, nichts ist mir passiert. Gott hat die Hand über mich gehalten.
Gott wacht über die Menschen, die ihn im Herzen haben, denen er ihre Schuld vergeben hat. Seine Diener stehen unter seinem Schutz.
Wann die Engel die Winde festhalten und wann die Engel diese Winde loslassen, um die Erde zu beschädigen und um das Meer zu beschädigen, wissen die Menschen nicht. Die Menschen wissen weder Zeit noch Raum, all das weiß Gott allein.
Haltung zu Gott und Dienst für ihn
Die Menschen müssen das auch nicht wissen, wichtig ist für die Menschen ihre Haltung zu Gott, glauben sie an den allmächtigen Gott oder glauben sie nicht?
Wenn sie glauben und sie dienen dem allmächtigen Gott, dann wird Gott ihnen das zeigen, was für ihr Leben wichtig ist.
Es ist wie mit Kindern, die gerne alles wissen und alles tun wollen, aber nicht können.
Ein Diener Gottes zu sein, heißt Vergebung der Schuld zu haben, heißt sich von Gott gebrauchen zu lassen.
Paulus, ein Diener Gottes, der die meisten Briefe im Neuen Testament geschrieben hat, stellte die wohl wichtigste Frage, die ein Mensch stellen kann, wenn er Gott dienen will. „Herr, was willst du, das ich tun soll?“
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