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/ Bibel heute

Israels Not und die Verheißung an David (1)

Hans-Werner Zöllner über Psalm 89,1–19.

Eine Unterweisung Etans, des Esrachiters. Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für; denn ich sage: Auf ewig steht die Gnade fest; du gibst deiner Treue sicheren Grund im Himmel.[...]

Psalm 89,1–19

Ich wünsche Ihnen ein frohes Neues Jahr 2024! Oder sollte ich lieber sagen: „Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Neues Jahr 2024“? Oder vielleicht doch lieber: „Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr 2024“?

Manch einer fragt sich jetzt vielleicht: „Warum stellt sich dieser Mann für diesen einfachen Neujahrswunsch so viele Fragen? Soll er den Wunsch doch einfach aussprechen, und gut ist es!“

Ist es wirklich so einfach? Wer weiß schon, was das neue Jahr mit sich bringen wird? Manche wirtschaftlichen Prognosen für 2024 hören sich nicht wirklich gut an: Die Inflation befindet sich immer noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir sie gerne hätten. Und wenn ich dann, bei einem Blick in den eigenen Geldbeutel, nur in ein tiefes, schwarzes Loch blicken kann. Da kann mir schon ganz anders werden.

Auf der anderen Seite leben wir, gesellschaftlich gesehen, auf einem guten Niveau. In der Regel haben die Menschen einen angemessenen Wohnraum. Sie haben eine Arbeitsstelle und befinden sich auf relativ gesichertem Terrain. Wir befinden uns in Deutschland nicht im Kriegszustand. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Die äußeren Faktoren können also eher zuversichtlich stimmen.

Was helfen äußere Faktoren wirklich?

„Naja“, sagt mir da einer, „was helfen mir die äußeren Faktoren, wenn es in meinem persönlichen Leben drunter und drüber geht? Dazu kommt noch, dass wir uns mit unseren Beziehungen innerhalb der Familie nicht immer so leicht tun. Mein Arbeitsplatz ist chronisch vom Abbau bedroht. Wir haben hohe Schulden. Und mit der eigenen Gesundheit ist es auch nicht immer so weit her!“

Ja, was soll man dazu sagen, ohne diese wirklich realen Fragen und Probleme mit ein paar frommen Worten einfach nur vom Tisch zu wischen? Ich möchte dennoch versuchen etwas dazu zu sagen. Und ich bediene mich dabei der Worte eines Mannes der Bibel, mit dem Namen Etan. Er war ein sehr weiser, jüdischer Levit, dessen Weisheit nur von Salomo übertroffen wurde. Er war ein Sänger und Musiker, und leitete die Abteilung der Sänger unter dem israelitischen König David. Dazu springe ich mitten hinein in die weisen Worte dieses Mannes, die uns in Psalm 89 begegnen: „Denn wer in den Wolken könnte dem HERRN gleichen..?“ (Vers 7).

Das Wort „HERR“ wird an dieser Stelle in der Luther-Bibel mit Großbuchstaben geschrieben. Und das bedeutet, dass uns im hebräischen Urtext das Wort „JAHWE“ begegnet. „JAHWE“, der Gott des Bundes. Er hat einen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen. Das ist ein sehr wichtiges Detail, wenn es um die praktischen Fragen unseres Lebens geht. Mit wem habe ich es zu tun, wenn mir auf diese Weise Hilfe angeboten wird?

Mit wem habe ich es zu tun, wenn mir auf diese Weise Hilfe angeboten wird?

Ich habe es mit „JAHWE“ zu tun. Dem Gott, der einen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob eingegangen ist. Dem Gott, der an anderer Stelle folgendermaßen beschrieben wird: „Gott ist nicht ein Mensch, dass er Lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?“ (4. Mose 23,19).

Etan, der Weise, beschreibt dies in unserem Psalm so: „HERR, Gott Zebaoth, wer ist wie du? Mächtig bist du, HERR, und deine Treue ist um dich her“ (Vers 9). Ich empfehle Ihnen, gerade die Verse 7-15 aus diesem Psalm immer wieder zu lesen. Damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Z.B. dann, wenn Sie sich mit den Worten befassen, die am Anfang und am Ende des Bibelabschnitts für den heutigen Tag stehen.

Oder ich möchte es noch ein wenig erweitern, gerade mit Blick auf das kommende Jahr: Damit Sie wissen, wer an Ihrer Seite steht, wenn es um die Beantwortung ihrer persönlichen Fragen und Probleme rund um das Neue Jahr 2024 geht. Und damit Sie mit einstimmen können in die Worte, die z.B. in den Versen 16 und 17 stehen: „Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln; sie werden über deinen Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.“ Oder die Worte in den Versen 4 und 5: „Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knecht geschworen: Ich will deinem Geschlecht festen Grund geben auf ewig.“

Aber was hat das mit mir zu tun?

„Aber, was hat das mit mir zu tun?“, fragen Sie sich jetzt vielleicht, „ich gehöre doch nicht zu diesem Volk, in dem David einmal König war“. Die Antwort darauf ist: „Nein“ und „Ja“. „Nein“, weil sie nicht zum jüdischen Volk gehören, wenn sie kein Jude sind. „Ja“, weil sie dem von Gott erwählten Volk durch Abraham geistlich zugeordnet sind, wenn Sie Jesus Christus nachfolgen. Ich empfehle Ihnen, falls Sie sich diese Frage stellen, dass Sie sich dazu einmal mit dem vierten Kapitel des Römerbriefes beschäftigen. Dort werden Sie eine Antwort finden: Wir gehören zum Volk Gottes, wenn wir Christen sind. Das ist wichtig! Denn nur, wenn Sie das für sich angenommen haben, können Sie auch die Worte dieses biblischen Psalms für sich annehmen. Worte, wie z.B. in V. 5: „Ich will meinem Geschlecht festen Grund geben auf ewig!“

Und jetzt schauen Sie sich bitte, mit diesen Worten im Hinterkopf, ihr eigenes Leben an. Manches davon mag aktuell ganz schön schwanken. Im Blick auf das neue Jahr sind viele Fragen vermutlich noch nicht geklärt. Kann ja auch gar nicht anders sein – es beginnt ja erst. Manch einem wird ganz anders, wenn er sich fragt, wie er wieder festen Boden unter die Füße bekommen soll.

Meine Empfehlung?

Meine Empfehlung? Halten Sie sich bitte an den Worten fest, die ich eben gelesen habe. Dort sagt JAHWE, der Bundesgott, Ihnen zu: „Ich will deinem Leben festen Grund geben!“ Sie müssen nicht selbst dafür sorgen, dass die Schwankungen in ihrem Leben aufhören. Sie können sich an Gott wenden, und ihn um Hilfe bitten. Wenn Sie das tun, werden Sie wieder „festen Grund“ in Ihrem Leben spüren. Das dies stimmt, kann ich selbst bezeugen, weil ich mich in den Jahren 2014 bis 2020 in einer sehr bedrohlichen Lage befand. Das Leben unter der Brücke war uns näher als mir lieb war. Ich hatte meinen Arbeitsplatz verloren, und konnte einfach keinen neuen Job finden. Mein einziger Halt in dieser Zeit, war der Glaube an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Und der hatte auch mir versprochen, meinem Leben festen Grund zu geben.

Wenn Sie also aktuell mehr Fragen als Antworten haben, wie Sie durch das Jahr 2024 kommen sollen, dann bitte ich Sie, die Worte dieses Psalms nicht nur immer wieder zu lesen. Sondern ich bitte Sie auch, diese Worte aus vollem Herzen zu sprechen und für sich selbst in Anspruch zu nehmen. Gott ist treu und wird zu seinem Wort stehen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen. Er wird auch Ihrem Leben einen „festen Grund“ geben, auf dem Sie stehen können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, von ganzem Herzen, ein von Gott gesegnetes Jahr 2024!

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Kommentare (1)

Sabine R. /

Ich glaube mehr am neuen Testament also Jesus. Gesegnetes neues Jahr 2024. Viele liebe Grüße S Rudnitzky