/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Wo ist die Schlagfertigkeit, wenn man sie braucht?
Gedanken von Miri Langenbach zum Bibeltext Markus 14,71.
Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet.
Kennen Sie das? Sie haben ein wichtiges Gespräch geführt, sind in einer Diskussion in die Defensive geraten, haben sich vielleicht gar handfest gestritten – und im Nachhinein fallen Ihnen all die guten Worte ein, die Sie hätten sagen können. Sie spielen den Dialog in Gedanken immer wieder durch und jetzt ist er so viel besser, als er in Wirklichkeit war. Mir ging das schon oft so, dass ich die richtigen Worte erst gefunden habe, als es schon zu spät war.
Wir sind in illustrer Gesellschaft. Petrus, der gute Freund und enge Weggefährte Jesu, wählt mal in Bedrängnis die falschesten Worte, die er wählen kann. Als Jesus vor Gericht steht und man Petrus als seinen Jünger erkennt, berichtet die Bibel: „Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet.“ (Markus 14,71 LUT)
Ach Petrus … Hättest du doch nochmal „Hosianna!“ gerufen, wir erinnern uns am heutigen Palmsonntag gerne daran („Hilf doch!“). Aber ein paar Tage später war deine Menschenfurcht zu groß. Zum Heulen. Dabei habe ich keine Ahnung, wie ich reagiert hätte.
Die gute Nachricht ist: Petrus lernt. Sein Glaube wächst an seinem Scheitern, und nicht lange danach ist er in der Lage, deutlich bessere Worte zu wählen: „Jesus, du weißt, dass ich dich liebe.“. Ich wünsche mir und Ihnen, dass dieser Mann - einer der ersten und eifrigsten Schüler von Jesus - uns in dieser Beziehung ein gutes Beispiel sein kann.
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